<< Danckelman, Alexander Sylvester Flavius Ernst von
Danckelman, Eberhard Christoph Balthasar von. >>
Danckelman, Daniel Ludolf von
brandenburgischer Beamter,
* 8.10.1648 Lingen/Ems,
† 14.2.1709 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Silvester Jakob (1601–79), oranischer Rat, Oberster Landrichter der
Gfsch. Lingen, an der Abfassung des Westfälischen Friedensinstruments beteiligt,
S des Johann (
s. Einl.),
u. der Marg. Muntz aus Beamtenfamilie;
M Beate (1615–83),
T des lippischen Rats Dr. iur.
Joh. Derenthal (1575–1630)
u. der Anna
v. Campen;
Om Daniel Ernst
v. Derenthal, brandenburgischer
GR u. Vizekanzler des Fürstentums Minden;
B (sämtliche in brandenburgischen Diensten) Johann (1637–1715), Admiralitätspräsident, Thomas Ernst (1638–1709), Oberrichter der
Gfsch. Lingen, Gesandter in London, Sylvester Jac. (1640–95), Staatsminister, Kanzler,
Präs. des Kammergerichts, Eberhard
s. (3),
Nic. Bartholomäus
s. Genealogie (4),
Wilh. Heinr. (1654–1729,
⚭ Anna Jul.
v. Derenthal, seine Cousine),
GR u. Kanzler in Minden; ledig;
Neffen (Söhne v. Wilhelm
Heinr.)
Wilh. Frdr. (1682–1740), hessischer Regierungs
Präs. in Hanau, dann Staatsminister in Berlin,
Joh. Christoph,
Reg.Präs. in Minden.
Leben ↑
Nach dem Studium der Rechte in Heidelberg wurde Danckelman vom Kurfürst Friedrich Wilhelm als Erzieher seines jüngsten Sohnes aus der Ehe mit Luise Henriette, des Markgrafen Ludwig, an den Berliner Hof berufen. 1675 ernannte ihn der Kurfürst zum Mitglied der halberstädtischen Regierung und gleichzeitig zum Kammerrat des jungen Prinzen. In gleicher Stellung verblieb er auch nach dessen Tode (1681) bei der Witwe, Markgräfin Luise Charlotte, einer geborenen Prinzessin Radziwill. 1685 ernannte ihn der Große Kurfürst zum Hof- und Kammergerichtsrat, Mai 1688 Kurfürst Friedrich III. zum Geheimen Kabinettsrat und Maître des Requêtes, mit der Aufgabe, über alle an den Landesherrn gerichteten Eingaben, Petitionen und Beschwerden diesem Bericht zu erstatten und dessen darauf ergehende Verfügungen zur Expedition zu bringen. 1.1.1691 wurde Danckelman Wirklicher Geheimer Staatsrat und Generalkriegskommissar, Juli 1694 auch Kurator der neu begründeten Friedrichs-Universität in Halle. Oktober bis November 1692 weilte er in diplomatischer Mission in London. Nach dem Sturze seines Bruders Eberhard mußte er sein hohes Amt dem Grafen Magnus Dönhoff einräumen und sich 1698-1701 mit der Stellung eines Oberdirektors des Fürstentums Halberstadt
|begnügen. Anfang 1702 berief ihn jedoch der nunmehrige König Friedrich I. als Präsident des Berliner Konsistoriums in die Hauptstadt zurück. Danckelman war wohl neben Eberhard der Vielseitigste und Gewandteste des „Siebengestirns“.
Literatur ↑
S. Isaacsohn,
Gesch. d. preuß. Beamtentums II, 1878, S. 241
u. ö.;
F. Holtze,
Gesch. d. Kammergerichts in Brandenburg-Preußen, II. T., 1891, S. 302;
Dipl. Vertr. I, S. 36;
J. H.
Zedler, VII, Halle
u. Leipzig 1734, S. 115 f.
Autor ↑
Hans SaringEmpfohlene Zitierweise ↑
Saring, Hans, „Danckelman, Daniel Ludolf von“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
502 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116029145.html
Danckelman, Daniel Ludolf Freiherr von
Name: Danckelman, Daniel Ludolf Freiherr von
Lebensdaten: 1648 bis 1709
Geburtsort: Lingen/Ems
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: brandenburgischer Beamter
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Saring, HansPND: 116029145