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Anderson, Johann >>
Anderson, Christian Daniel
Jurist, Senatssekretär,
* 26.4.1753 Hamburg,
† 29.3.1826 Hamburg. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann Anderson der Jüngere, Bürgermeister von Hamburg;
M Johanna Gesa,
T des Kaufmanns und Oberalten Wilhelm Matfeld in Hamburg;
Gvv Johann Anderson (s. 2);
⚭ Hamburg 4.3.1784 Hanna Maria,
T des Kaufmanns Peter Hinrich Stampeel in Hamburg; 2
T.
Leben ↑
Nach Studium in Leipzig und Göttingen ließ sich Anderson 1778 in Hamburg als Advokat nieder und machte sich durch eine erste Bearbeitung des Hamburgischen Privatrechts verdient, von dem in den Jahren 1782-92 fünf Bände erschienen sind, noch heute wertvoll durch die fortlaufende Erläuterung der einzelnen Artikel des Stadtrechts von 1603, während die
|Abdrucke der älteren Stadtrechte von 1270 bis 1497 völlig veraltet sind. Die Vollendung des Werkes wurde verhindert durch seine 1789 erfolgte Wahl zum Senatssekretär, welches Amt er (seit 1809 als ältester Senatssekretär mit dem Titel Protonotar) bis zu seinem Tode bekleidet hat. Auf seinem Grundstück in der Dammthorstraße erbaute er den unter dem Namen Apollosaal bekannten Konzertsaal. Die Angabe, daß er Stadtarchivar in Hamburg gewesen sei, ist unzutreffend.
Werke ↑
Weitere W Slg. Hamburg. Verordnungen, 1783 bis 1829 (
fortges. v. J. M. Lappenberg).
Literatur ↑
ADB I;
Schröder I, 1851.
Portraits ↑
Kupf. v. J. J. Faber, 1815, nach Zeichnung
v. J.
A. (
N A.s), 1811.
Autor ↑
Hans KellinghusenEmpfohlene Zitierweise ↑
Kellinghusen, Hans, „Anderson, Christian Daniel“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
268 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd121268403.html
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Anderson, Christian Daniel
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Anderson: Christian
Daniel
A.
, hamburgischer Jurist, geb. zu Hamburg 26. April
1753, † 29. März 1826; sein
Vater wie sein Großvater, beide Namens Johann, waren
Bürgermeister. Er studirte in Leipzig und Göttingen. wo er 1778
die juristische Doctorwürde erwarb und war danach in Hamburg als
Advocat thätig. In rühmlichem Gegensatze zu vielen seiner
Berufsgenossen beschäftigte er sich frühe mit eingehender
Erforschung des Rechtes seiner Vaterstadt und begann die
Herausgabe ihres Privatrechtes nach Ordnung des neuesten
Stadtrechtes von 1605. Seine Arbeit enthält in den beiden ersten
Bänden die Geschichte und Litteratur des Stadtrechtes, wobei er
zuerst die älteren Stadtrechte abdrucken läßt und ihnen kurze
Erläuterungen hinzufügt. In den folgenden Bänden gibt er eine
ausführliche, für den jungen Practicanten sehr lehrreiche
Darstellung des Verfahrens bei den verschiedenen Gerichten.
Anderson's Arbeit ist durch die neueren Werke von Gries,
Lappenberg und Baumeister keineswegs überflüssig geworden. — Er
edirte außerdem 2 Sammlungen hamburgischen Verordnungen, von denen
diejenige der Verordnungen bis zur Einverleibung Hamburgs in das
französische Kaiserreich mit dem Abdrucke der Hamburgischen
Burspraken im 8. Bande abschließt. Die zweite, 1814 mit der
Wiederbefreiung Hamburgs, von französischer Gewaltherrschaft
beginnend, ist von
A.
bis 1826 seinem Todesjahre, geführt und sodann von
Lappenberg, seinem Nachfolger im Amte des Stadtarchivars,
fortgesetzt. Die Anderson'schen Sammlungen zeichnen sich auch
durch zuverlässige Beschreibungen öffentlicher Feierlichkeiten und
Nachweisungen von neu erschienenen Hamburgensien aus. In seiner
Eigenschaft als Secretarius des Raths hatte er die Stadt-, Erbe-
und Renten-Bücher zu führen, was ihn veranlaßte, in einer kurzen
Anleitung den nöthigen Unterricht für das Verfahren bei
Uebertragungen von unbeweglichem Gute zu geben.
A.
war ein wohlwollender, vielseitig gebildeter Mann, der
in seiner Vaterstadt den Sinn für Litteratur und Kunst
verbreitete.
Autor ↑
Harder.
Empfohlene Zitierweise ↑
Harder, „Anderson, Christian Daniel“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
430
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd121268403.html?anchor=adb
Anderson, Christian Daniel
Name: Anderson, Christian Daniel
Lebensdaten: 1753 bis 1826
Geburtsort: Hamburg
Sterbeort: Hamburg
Beruf/Lebensstellung: Jurist; Hamburger Senatssekretär
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Kellinghusen, HansAutor ADB:
HarderPND: 121268403