Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

ADB-Artikel

<< Cramer, Andreas Wilhelm     Cramer, Friedrich Matthias Gottfried >>

Cramer, Daniel

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Cramer: Daniel C., lutherischer Theologe, geb. 20. Jan. 1568 zu Reetz in der Neumark, † 5. Oct. 1637 zu Stettin, erhielt seine wissenschaftliche und theologische Bildung zu Landsberg an der Warthe, Stettin, Danzig und Rostock;|war zuerst außerordentlicher Professor der Logik an der Universität zu Wittenberg, wo er auch den theologischen Doctorgrad erwarb, und wurde 1595 als Archidiaconus, Professor am Gymnasium und Consistorialassessor nach Stettin berufen. Später war er Pastor an der St. Marienkirche daselbst und Inspector des Gymnasiums. Die ihm nach Friedrich Runge's Tode 1607 angetragene Superintendentur im Lande Wolgast nahm er nicht an, versah aber während einer Vacanz von 1613—1618 die Geschäfte des Generalsuperintendenten im Lande Stettin. Er schrieb eine große Anzahl homiletischer Schriften und philosophischer und theologischer Disputationen, einige davon unter dem angenommenen Namen Daniel Candidus, und betheiligte sich auch an dem mit dem brandenburgischen Generalsuperintendenten Pelargus 1614 wegen Einführung der reformirten Lehre in Brandenburg geführten litterarischen Streit. Sein Hauptwerk aber ist die "Pommersche Kirchenchronik", in verschiedenen Ausgaben lateinisch und deutsch herausgegeben, Frankfurt a. M. 1602, Stettin 1603, beide in Quart, spätere Ausgaben sind in Folio. Dasselbe ist ebenso reichhaltig an Stoff als ermüdend durch seine Darstellung, dennoch aber ist es wegen der zahlreichen aus Kirchen und Klöstern gesammelten Denkmale und anderen Nachrichten, sowie Auszügen aus alten merkwürdigen Schriften (z. B. der niederdeutschen des Anton Remmelding) eine beachtenswerthe Quelle zur Geschichte Pommerns. C. hinterließ zwei Söhne: Johann Jakob († 4. April 1659), Friedrich († 28. Nov. 1691) und einen Enkel Johann († 27. Juli 1714); die beiden letztgenannten waren ebenfalls angesehene Prediger in Stettin.

Literatur  
Wutstrack, Beschreibung von Pommern.

Autor  
v. Bülow.
Empfohlene Zitierweise  

Bülow, von, „Cramer, Daniel“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 546-547 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119180049.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
ADB 4 (1876), S. 546-547

PND: 119180049
Artikel drucken

Index

Cramer, Daniel

Name: Cramer, Daniel
Lebensdaten: 1568 bis 1637
Beruf/Lebensstellung: lutherischer Theologe
Konfession: lutherisch
Autor ADB: Bülow, von
PND: 119180049

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Cramer, Daniel

PND
119180049

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München
Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA)
Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17)

Editionen
Joachim von Sandrart: «Teutschen Academie» & «Iconologia Deorum», 1675-1680

Digitaler Portraitindex

Nachlässe der SLUB

Nachlässe
Kalliope