<< Corinth, Lovis
Cornäus, Melchior >>
Corleis, Johann Ehrenfried
Chemiker,
* 24.12.1855 Horneburg bei Stade,
† 19.2.1919 Essen. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Christoph Martin
Aug. (1829–62), Postspediteur,
S des
Joh. Martin Ehrenfried,
kgl. Postverwalter zu Horneburg,
u. der Louise Elise Hartmann;
M Magd. Weidenhöfer;
⚭ 1) Horneburg 1889 Marg.
Kath. Pauline (
† 1891),
T des Brenners
u. Gastwirts Jacob
Wilh. v. Riegen (1831–1912)
u. der Christine Cath. Dorothee Dammann, 2) Essen 1894 Maria,
T des
Jul. Ferd. Hoffmann
u. der Joh. Aug. Heßelbarth; 2
S aus 1), 2
S, 1
T aus 2).
Leben ↑
Von Haus aus Apotheker, bildete sich Corleis auf der Universität München zum analytischen Chemiker aus. 1883 wurde er Assistent bei Cl. Zimmermann und nach dessen Tode Assistent am Staatslaboratorium bei Ad. von Baeyer. 1888 trat er bei der Firma Friedrich Krupp in Essen ein, wo er im Laufe der Jahre die Gesamtleitung der chemischen Laboratorien erhielt. Hier gelang es ihm, auf Grund mühsamer Untersuchungen die bisherigen zeitraubenden und dabei in ihren Ergebnissen ungenauen Verfahren für die Stahlanalyse wesentlich zu vereinfachen und zu verbessern. Auch mit der Kohlenstoffbestimmung in Stahl hat sich Corleis erfolgreich beschäftigt, und das gleiche gilt für die von ihm entwickelten Analysenverfahren, welche die Herstellung neuer Stahllegierungen bedingten. Als sich 1907 wegen der dauernd steigenden Beanspruchung des chemischen Laboratoriums die Notwendigkeit eines Neubaus ergab, bot sich Corleis die willkommene Gelegenheit, die Pläne für die Einrichtung dieser Versuchsanstalt
|nach seinen Erfahrungen zu entwerfen und die bereits bewährte Organisation weiter auszubauen. Was Corleis hier geleistet hat, kann als mustergültig bezeichnet werden. Seit 1911 war er Vorsitzender der Chemikerkommission des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute. Die Arbeiten dieser Kommission hat er infolge seiner großen Erfahrungen weitgehend beeinflußt und nachhaltig gefördert und sich dadurch für die gesamte analytische Chemie der Eisenwerkstoffe unvergängliche Verdienste erworben.
Literatur ↑
Stahl
u. Eisen 39, 1919, S. 371.
Autor ↑
Hugo RacineEmpfohlene Zitierweise ↑
Racine, Hugo, „Corleis, Johann Ehrenfried“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
361 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135724147.html
Corleis, Ehrenfried
Name: Corleis, Ehrenfried
Namensvariante: Corleis, Johann Ehrenfried
Lebensdaten: 1855 bis 1919
Geburtsort: Horneburg bei Stade
Sterbeort: Essen
Beruf/Lebensstellung: Chemiker
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Racine, HugoPND: 135724147
Informationsangebote zu
Corleis, Ehrenfried
PND
135724147
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope