<< Cordier, Honorius
Cordus. >>
Cords, Werner Heinrich Wilhelm Ernst
Architekt,
* 19.12.1886 Parchim (Mecklenburg),
† 29.12.1954 Dresden. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Rud.
Ludw. Frdr. (1858–1933), Volksschullehrer in Parchim,
S des Zimmergesellen
Andr. Levin
Aug.;
M Elise Sophie Henr. (1860–1935),
T des Zimmermeisters
Joh. Heinr. Christoph Homburg;
⚭ 1923 Ilse,
T des Oberstudienrats Otto Bückmann in Hannover.
Leben ↑
Cords studierte 1907-13 an der Technischen Hochschule Hannover Architektur, 1920 wurde er Regierungsbaumeister und später Privatarchitekt in Parchim. Im Januar 1947 übernahm er als Ministerialdirigent die Leitung der Landesbauverwaltung von Mecklenburg. Im August des gleichen Jahres wurde er an die Technische Hochschule in Dresden auf den Lehrstuhl für Landwirtschaftliches Bauwesen und Technische Bauhygiene berufen und mit der Leitung des Entwurfsinstitutes für Ländliches Bauwesen betraut.
Cords hat, auf den Erfahrungen einer ausgedehnten Praxis fußend, als erster verstanden, die in der Literatur des In- und Auslandes verstreuten, empirisch gewonnenen Erkenntnisse wissenschaftlich auszuwerten und zu einem geschlossenen System des landwirtschaftlichen Bauwesens zu vereinen. Dadurch wurde er wegweisend für die mit der Technisierung der Landwirtschaft verknüpften Probleme der Gegenwart und Zukunft. Diese Probleme führten durch die erforderlichen Wenderadien der Maschine vom Auto bis zum Exhaustor zu völlig neuartiger Baugestaltung und Gebäudeaufteilung als Vorbedingung einer Produktionssteigerung, wie sie nötig ist, um die Ernährung der nach dem 2. Weltkrieg wesentlich verdichteten Bevölkerung in möglichst weitgehendem Maß zu gewährleisten. Zudem hatten die vertieften Einsichten in die Erfordernisse der Hygiene für das Heranziehen eines gesunden Viehbestandes, der wesentlich höhere Erträge bringt als in früheren Zeiten, entscheidenden Einfluß auf die gesamte Baugestaltung und Raumdisposition von der Frage an, ob erdlastige oder balkenlastige Lagerung der Futtermittel, ob Langstroh oder Häcksel vorteilhafter sei, bis zur Lösung des Transportproblems in der Milchwirtschaft. Demgemäß behandelt Cords in seinen Schriften außer den der Landwirtschaft unmittelbar dienenden Anlagen alle mit ihr nur mittelbar verbundenen Gewerbe- und Industriebauten, wie auch die Fragen der zeitgemäßen Fluraufteilung und Dorfplanung. Er zeichnet sich ferner durch das Streben aus, die unabweisbaren Neuerungen der deutschen Kulturtradition anzupassen. Er untermauerte dabei bis zu seinem Tod seine wissenschaftlichen Erkenntnisse durch eine reich verzweigte praktische Tätigkeit.
Werke ↑
Scheunen
u. Schuppen, 1932; Der gesunde Stall, 1943; Zahlen
u. Maße f. d. Landbaumeister I, 1951, II, 1954; Techn. Bauhygiene, 1953. -
Bauten: Gutsanlagen
v. Rodenwalde in Mecklenburg; Großhof in Bernburg; Landwirtschaftl. Versuchsstation d.
TH Dresden; Viele Musterentwürfe f. Bauernhöfe, Flurberichtigungen
u. Betriebsanlagen.
Literatur ↑
Nachrufe:
G. Funk, in: Bauplanung
u. Bautechnik, H. 4, 1955, S. 171;
O. Schubert, in: Baumeister,
Nr. 2, 1955, S. 115;
W.
v. Möllendorf, in: Bauwelt, H. 3, 1955.
Autor ↑
Otto SchubertEmpfohlene Zitierweise ↑
Schubert, Otto, „Cords, Werner Heinrich Wilhelm Ernst“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
358
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd133653854.html
Cords, Werner
Name: Cords, Werner
Namensvariante: Cords, Werner Heinrich Wilhelm Ernst
Lebensdaten: 1886 bis 1954
Geburtsort: Parchim (Mecklenburg)
Sterbeort: Dresden
Beruf/Lebensstellung: Architekt
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Schubert, OttoPND: 133653854