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NDB-Artikel

<< Copernicus, Nikolaus     Copper, Reiner >>

Copes, Johann

kurbrandenburgischer Diplomat, * 1601 Rhenen, März 1669 Den Haag. (reformiert)


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Aus vornehmem Geldernschem Geschlecht; V Henrik, Offizier in der Kompanie des Gf. Limburg-Stirum; M Moralla, T des Joh. van Gent, Herrn v. Oyen u. Dieden, u. der Wilhelmina van Wachtendonk (beide aus Geldernschem Adel); 1639 Esther van der Nypoort, aus Utrechter Bürgerfamilie.

Leben  
Nach juristischem Studium wurde Copes Auditeur zu Wesel, trat aber bald in den diplomatischen Dienst. Das seit den letzten Regierungsjahren des Kurfürsten Georg Wilhelm sehr labile Verhältnis zwischen Brandenburg und den Generalstaaten veranlaßte Kurfürst Friedrich Wilhelm zur Vornahme eines diplomatischen Revirements durch Persönlichkeiten, die mit den holländischen Verhältnissen besser vertraut waren und in den herrschenden Kreisen Ansehen besaßen. Zu diesen neuen Männern gehörte außer Werner Wilhelm Blaspiel, Daniel Weimann, Matthias Romswinckel und anderen insbesondere auch Copes. 1649 erfolgte seine Ernennung zum Residenten in Den Haag, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Mehrfach wurde er zu Verhandlungen, die Gesandte in besonderer Mission mit den Generalstaaten führten, auf deren ausdrücklichen Wunsch hinzugezogen. An dem Zustandekommen der Allianz von 1654 hatte Copes einen wesentlichen Anteil. In Copes' Berichten spiegeln sich gediegene Bildung, scharfer Verstand und gesundes Urteil des Verfassers wider. 1659 in den Reichsadelstand erhoben, beantragte Copes doch nie die brandenburgische Anerkennung.

Literatur  
ADB IV; Dipl.-Vertr. I. - Qu.: Akten d. Preuß. Geh. Staatsarchivs Berlin.

Autor  
Hans Saring
Empfohlene Zitierweise  

Saring, Hans, „Copes, Johann“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 355 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd104298219.html

ADB-Artikel

<< Copernicus, Nicolaus     Copius >>

Copes, Johann

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Copes: Johann C., langjähriger brandenburgischer Resident in den Niederlanden in der Zeit des großen Kurfürsten. Von seinen persönlichen Verhältnissen ist sonst nichts weiter bekannt. Zahlreiche diplomatische Depeschen von|seiner Hand, die ihn als einen eifrigen und gewandten politischen Agenten erkennen lassen, finden sich abgedruckt in den Urkunden und Actenstücken zur Geschichte des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Berlin 1864 ff.).

Autor  
Erdmannsdörffer.
Empfohlene Zitierweise  

Erdmannsdörffer, Bernhard, „Copes, Johann“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 469-470 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd104298219.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 355
ADB 4 (1876), S. 469-470

PND: 104298219
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Index

Copes, Johann

Name: Copes, Johann
Lebensdaten: 1601 bis 1669
Geburtsort: Rhenen
Sterbeort: Den Haag
Beruf/Lebensstellung: kurbrandenburgischer Diplomat
Konfession: reformiert
Autor NDB: Saring, Hans
Autor ADB: Erdmannsdörffer, Bernhard
PND: 104298219

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Copes, Johann

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104298219

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