Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Conrad von Hötzendorf, Franz Xaver Josef Freiherr, Graf     Conradi, Heinrich Gottlieb Hermann >>

Conradi, August Eduard Moritz

Komponist, * 27.6.1821 Berlin, 26.5.1873 Berlin. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Aug. Wilh. (1791–1846), Polizeisergeant, S des Gg. Ernst, Zollamtsbeschauer; M Joh. Friederike (1789–1851), T des Lehrers Carl Aug. Neumann in Illmersdorf b. Cottbus; Berlin 1855 Emma, T des Porzellanmalers Joh. Gottfr. Stephan; kinderlos.

Leben  
Conradi studierte in Berlin bei W. Bach, E. Grell, K. F. Rungenhagen und 1841 für kurze Zeit bei F. Liszt in Weimar. 1843 wurde er Organist der Invalidenhauskirche in Berlin. Eine Einladung nach Wien, seine 4. Sinfonie, die zu einem Plagiat mißbraucht worden war, in einer nochmaligen Aufführung selbst zu dirigieren, machte seinen Namen schnell bekannt. In der Folgezeit war Conradi Dirigent in Berlin, Stettin, Düsseldorf und Köln. Seit 1858 lebte er als Dirigent und Komponist des Krollschen, Neuen Königstädtischen und Wallner Theaters ständig in Berlin. Durch Conradi wurde die musikalische Posse aus den Niederungen des burlesken Bänkelsängertums zu einem eigenen Genre erhoben, in dem auch das Melodram eine bemerkenswerte Pflege erfuhr. Eine Zeitlang arbeitete er auch mit J. Offenbach zusammen. Conradi, dessen Zigeunerpolka (op. 5) von Franz Liszt transkribiert wurde, führt im Schrifttum den Ehrentitel eines „Klassikers der Berliner Posse“. Er schuf eine unübersehbare Fülle von Bühnenkompositionen (15 allein 1859).

Werke  
u. a. 5 Sinfonien, zahlr. Werke f. Klavier, Lieder, ferner Kirchenmusik; Bühnenwerke; Die I Revolution d. Frösche, 1849 (mit pol. Anspielungen); Berlin wie es weint und lacht; Einer v. unsere Leut; Faust u. d. schöne Helena; alle um 1859/60.

Literatur  
G. R. Kruse, in: Die Musik 12, 1912/13, H. 19; Riemann.

Portraits  
Phot. (Kupf.-Kab. Dresden).

Autor  
Heinz Becker
Empfohlene Zitierweise  

Becker, Heinz, „Conradi, August Eduard Moritz“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 339 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116655224.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 339

PND: 116655224
Artikel drucken

Index

Conradi, August

Name: Conradi, August
Namensvariante: Conradi, August Eduard Moritz
Lebensdaten: 1821 bis 1873
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Komponist
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Becker, Heinz
PND: 116655224

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Conradi, August

PND
116655224

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope