<< Coler, Johann
Colin, Alexander >>
Colerus, Matthias
Rechtsgelehrter,
* um 1530 Altenburg,
† 22.4.1587 Jena. (lutherisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Ratsherr in Altenburg.
Leben ↑
Zuerst Medizinstudent in Wittenberg, wurde Colerus auf Rat Melanchthons Jurist und bildete sich in Leipzig bei Peter Loriot (Pierre Lorioz) aus. Anfänglich mehr Humanist, betätigte er sich später, nach dem Vorbild seiner Lehrer Modestinus Pistoris (1516–65) und Christoph Zobel (1499–1560), als praktischer Reformer. 1558 Doktor beider Rechte in Wittenberg, kurz danach zum Professor in Jena ernannt, mußte er wegen seiner kirchlich „synergistischen“ Haltung das Amt aufgeben (1569). Einige Jahre wirkte er als Mitglied des sächsischen Appellationsgerichts in Leipzig und als Kanzler in Anhalt. 1573 wieder als „professor Primarius“ nach Jena zurückberufen, ist er als Ordinarius des Spruchkollegs und Beisitzer des Obergerichts durch seine für die Praxis geschriebenen Kompendien zu hohem Ansehen gelangt.
Werke ↑
Tractatus de processibus executivis ad Practicam fori Saxonici applicans, Jena 15B2 (Neuaufl. bis 1657); Commentarius de exceptionibus, Jena 1602 (Anh.
z. „Tractatus“); Decisiones Germaniae, cum addit. J. Schuftes, Leipzig 1603; Consilia, ebenda 1612.
Literatur ↑
ADB IV;
Stintzing-Landsberg I, S. 571 f.
(L).
Portraits ↑
Univ.-Gebäude Jena.
Autor ↑
Erik WolfEmpfohlene Zitierweise ↑
Wolf, Erik, „Colerus, Matthias“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
320
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124644988.html
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Colerus, Matthias
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Colerus: Matthias C., Rechtsgelehrter, geb. 1530 in Altenburg, wo sein Vater Rathsherr war, † 22. April 1587 in Jena. Er studirte zuerst Medicini dann auf Melanchthon's Rath die Rechtswissenschaft in Wittenberg und Leipzg, und erlangte zu Wittenberg 1550 die philosophische, 1558 die juristische
Doctorwürde. Noch in demselben Jahre erhielt er eine Professur der Rechte zu Jena, wo er auch dreimal das Rectorat verwaltete. In Folge der synergistischen Streitigkeiten ging er 1569 nach Leipzig, wurde von dort zum Kanzler des Fürsten von Anhalt berufen, kehrte aber 1573 nach Jena zurück als Ordinarius der Juristenfacultät und Beisitzer des Hofgerichts. Er schrieb u. a.: "Practica universalis de processibus executivis", 1586, 1595 fol. und öfter; "Decisiones Germaniae", 2 Partes, 1603. 4. u. ö.; "Consilia s. responsa iuris", 1612. fol.
Literatur ↑
Freher, Theatrum viror. eruditione claror. p. 905. Christoph Samuel Martini, Schediasma de Coleris doctrina scriptisque claris. Vitembergae 1718. 4. Blatt D 2. Zedler's Universal-Lexikon VI, 663. Günther, Lebensskizzen der Professoren der Universität Jena S. 50. O. A. Walther, Lit. des Civil-Processes §. 129. de Wal, Beiträge zur Litteratur-Gesch. des Civil-Processes S. 59.
Autor ↑
Steffenhagen.Empfohlene Zitierweise ↑
Steffenhagen, „Colerus, Matthias“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
4
(1876), S.
403-404
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124644988.html?anchor=adb