<< Ammon, Wolfgang
Amorsfordia, Henricus de >>
Amon, Johann
Leben
| Autor
| Literatur
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Leben ↑
Amon: Johann
A.
, tüchtiger Musiker, geb. zu Bamberg 1763, †
29. März 1825. Schon früh empfing er
Unterricht im Singen von der dortigen Hofsängerin Fracasini, auf
der Violine vom Concertm. Bäuerle, und auf dem Horn von dem
berühmten Hornisten Punto, der ihn auf seine ausgedehnten Reisen
durch Frankreich und Deutschland mitnahm. In Paris, wo sie sich
1781—82 aufhielten, war
A.
auch Sacchini's Schüler in der Composition. 1789 wurde
er Musikdirector zu Heilbronn und leitete fast 30 Jahre die
dortigen Liebhaber-Concerte; 1817 berief ihn der Fürst von
Wallerstein zum Capellmeister, in welchem Amte er bis zu seinem
Tode verblieb. Er war ein guter Hornist, Violin-, Viola- und
Clavierspieler, im Quartett vortrefflich, erfahrener Dirigent und
wohlbewanderter Lehrer im Gesange und auf fast allen Instrumenten.
Daneben hat er ungemein viel componirt, doch hat sich nichts
gehalten, wiewol seine Arbeiten anständig waren und auch Beifall
fanden. Viele derselben sind zu Paris, Lyon, Speier, Offenbach,
Bonn, München, Augsburg etc. gedruckt, und bestehen aus
Symphonien, Sonaten, Variationen, Duos, Trios, Quartetten,
Quintetten; ferner aus 2 Messen, Cantaten, kleineren
Kirchenstücken. Arien, Liedern etc., auch 2 Operetten hat er
hinterlassen. Eine ansehnliche Menge ist noch ungedruckt
geblieben.
Literatur ↑
Allg. Mus. Ztg. XXVII. 366.
Autor ↑
v. Dommer.
Empfohlene Zitierweise ↑
Dommer, Arrey von, „Amon, Johann“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
407
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104224150.html?anchor=adb