<< Clebsch, Rudolf Friedrich Alfred
Clemen. >>
Cleinow, Georg
Schriftsteller und Volkstumspolitiker,
* 27.4.1873 Dolhobyczów bei Lublin (Polen),
† 20.10.1936 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Marcell (1841–98), Gutsbesitzer, landwirtschaftlicher Sachverständiger
b. der
dt. Botschaft in
St. Petersburg,
Sohn des Carl Joachim
u. der Math. Aug.
v. Knobelsdorff;
M Bertha (
* 1852,
kath.),
T des Franz
Jos. Pietschmann
u. der Theresia Storch;
⚭ 1) 1904 Anna (1881–1928),
T des Fabrikanten Hugo Przik
|ling in Beuthen (Oberschlesien)
u. der Anna Kannewischer, 2) 1932 Erna Rocholl; 1
S, 2
T aus 1), 1
S aus 2).
Leben ↑
Nach Aufgabe seiner aktiven Offizierslaufbahn infolge eines Sturzes beim Rennen, studierte Cleinow Nationalökonomie und slavische Geschichte in Königsberg, Berlin, Paris und Genf. Wiederholte Reisen führten ihn vor dem 1. Weltkriege für mehrere Jahre nach Rußland; zugleich entfaltete er eine rege publizistische Tätigkeit als Mitarbeiter angesehener Zeitschriften und Tageszeitungen. Während des 1. Weltkrieges war Cleinow von 1914-16 Chef der Presseverwaltung „Oberbefehlshaber Ost“ und „Generalgouverneur“ Warschau. Er war der Begründer der Deutschen Vereinigung in Posen und Westpreußen sowie der Deutschen Volksräte dortselbst und bemühte sich nach dem Verlust des Krieges an hervorragender Stelle um die Organisation des Widerstandes gegen die in den östlichen Reichsraum einflutenden Polen; auch war er an der Begründung mehrerer deutscher Zeitungen in Polen (Warschau, Bromberg, Lodz) maßgeblich beteiligt. Zwischen 1922-28 bereiste Cleinow die Sowjetunion und Asien. Zahlreiche Bücher und Abhandlungen waren die Frucht seiner ausgedehnten Erfahrungen und Beobachtungen.
Werke ↑
W Lage d. Hausindustrie in Tula, 1904; Aus Rußlands Not
u. Hoffen, 1906; I. I. Witte, 1906
(russ.); Zukunft Polens,
Bd. 1 (Wschft.), 1908,
Bd. 2 (Politik), 1913; Probleme d. Ukraine, 1915; Die Polenfrage vor d. Entscheidung, 1918; Der große Jahrmarkt
v. Nishny-Nowgorod, 1925; Das Recht d. Ausländer in d. U.d.S.S.R., 1926; Die Dt.-Russ. Rechts-
u. Wschft.verträge, 1926; Neu-Sibirien, 1928; Roter Imperialismus, 1930; Die rote Wschft., 1932; Der Verlust d. Ostmark, 1934; Turkestan, 1942 (postum überarb.
u. erg. v. R. Olzscha).
Literatur ↑
Der
dt. Osten,
hrsg. v. K.
C. Thalheim
u. A. H. Ziegfeld, 1936, S. 401 f., 407;
Wi. X, 1935
(W).
Autor ↑
Kurt AmmonEmpfohlene Zitierweise ↑
Ammon, Kurt, „Cleinow, Georg“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
279 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd115610863.html
Cleinow, Georg
Name: Cleinow, Georg
Lebensdaten: 1873 bis 1936
Geburtsort: Dolhobyczów bei Lublin (Polen)
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Schriftsteller; Volkstumspolitiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Ammon, KurtPND: 115610863