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Cimbal, Otto
Pflanzenzüchter,
* 10.4.1840 Frömsdorf (Schlesien),
† 22.10.1912 Frömsdorf (Schlesien). ((römisch)-katholisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Jos. Christoph, Gutsbesitzer,
S des Johannes, Bauer,
u. der Theresia Ims;
M Josefa,
T des Bauern
Jos. Fuhrig;
⚭ 1868 Jos. Franziska (1850–1929),
T des Bauern
Ant. König
u. der Franziska Hübner,
geb. Cimbal; 1
S, 2
T.
Leben ↑
Als einer der ersten deutschen Pflanzenzüchter hat Cimbal der deutschen Landwirtschaft hochertragreiche Sorten in die Hand gegeben und die Möglichkeit einer engen Verbindung und gegenseitigen Förderung eines aus der Praxis kommenden Züchters mit Wissenschaftlern und Fachleuten aus dem ganzen Lande vorgelebt. Schon in der Jugend hatte sich Cimbal mit der Veredelung von Rosen und Obst beschäftigt. Als es ihm wegen fehlender Mittel nicht gelang, das Studium der Tierarznei zu beenden, kehrte er auf das Land zurück und brachte mit Hilfe seiner entstehenden Saatzucht den mit großen Schulden übernommenen Hof wieder hoch. Durch Massen- und Individualauslese innerhalb von Landsorten und ausländischen Sorten gelang es ihm, verbessertes Saatgut zu erzeugen. Später ging er dazu über, durch Kreuzungen in zielbewußten Kombinationen guter Qualitätseigenschaften und hoher Ertragsleistungen neue Sorten zu schaffen. Neben Futterrüben, Weizen und Gerste hatte er die größten Erfolge mit seinen Kartoffelsorten, von denen Silesia, Professor Wohltmann und Fürst Bismarck (um nur drei der insgesamt 39 zu nennen) bis weit nach seinem Tode die meistgebauten Sorten in Deutschland waren und zum Teil auch in der ausländischen Kartoffelzüchtung eine Rolle gespielt haben.
Literatur ↑
P. Hillmann, Die
dt. landwschftl. Pflanzenzucht, in:
Arbb. d. Dt. Landwschftl.
Ges., H. 168, 1910, S. 540 f.;
Opitz, in:
Zs. d. Landwschft.-kammer f. d.
Prov. Schles. 16, 1912;
Die
dt. Landwschft. unter Kaiser
Wilh. II., 1913, S. 1-11;
O. Oberstein, in: Pflanzenbau, H. 13/14, 1924/25, S. 209 f., 225-29;
BJ XVIII (
Tl. 1912,
L).
Autor ↑
Wilhelm RudorfEmpfohlene Zitierweise ↑
Rudorf, Wilhelm, „Cimbal, Otto“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
255
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135719895.html
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Cimbal, Otto
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