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Am Ende, Johann Joachim Gottlob
evangelischer Theologe,
* 16.5.1704 Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt),
† 2.5.1777 Dresden.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus einem begüterten, seit 1415 oft in den Rat gewählten Geschlecht in Freiberg (Sachsen), seit Ende des 16. Jahrhunderts in einem Zweige in Gräfenhainichen;
V Johann Christian Am Ende, Diaconus in Gräfenhainichen;
M Anna Dorothea Richter,
T eines Pfarrers, aus Lastau bei Colditz (Sachsen);
⚭ 1732 Catharina Concordia,
T des Pfarrers Reibstahl in Zschornewitz bei Gräfenhainichen; kinderlos.
Leben ↑
Am Ende wurde nach dem Besuch der Fürstenschule in Grimma und nach dem Studium in Wittenberg Substitut und Amtsnachfolger seines Vaters, 1744 geistlicher Inspektor und Lehrer -
u. a. Klopstocks - in Schulpforta, 1748 Superintendent in Freyburg/Unstrut und vom 14.7.1750 an in Dresden. Er war ein vielseitig gebildeter Mann und hervorragender Kanzelredner - nicht ohne Einfluß auf die Erneuerung der Homiletik -, der rechtgläubig, ohne eng dogmatisch zu sein, das christliche Leben und Tun in den Mittelpunkt seines Wirkens stellte und der sich durch seine aufrechte Haltung während des Siebenjährigen Krieges die hohe Anerkennung seiner Landsleute gewann. Die erste der beiden Predigten, denen 1756 Friedrich II. beiwohnte, und die auf seinen Befehl gedruckt wurden, gewann große Berühmtheit, wurde wiederholt nachgedruckt, zuletzt 1831, und ins Französische, Englische, Niederländische und Italienische übersetzt.
Werke ↑
u. a. Des Herrn J. de la Bruyère vernünftige u. sinnreiche Gedanken
v. Gott u. d. Religion, übers, u. komm., Danzig 1739;
A. Pope, Commentatio de nomine poetica … in
lat. translata et carmine heroico expressa, Wittenberg 1748, Leiden
21751; Christeis, h. e. Acta apostulorum e lingua originali in Latinam translata et carmine heroico expressa, Wittenberg 1759; Frommer Christen tägl. Buß-, Bet- u. Lob-Opfer, Dresden 1762; zahlreiche andere Predigten,
insbes. auch zu landes- u. stadtgeschichtl. bedeutsamen Ereignissen.
Literatur ↑
ADB I; Chr. C. Am Ende, J. J. G.
A., 1871
(Bibliogr.).
Portraits ↑
Kupf. v. C. F. Stölzel (Coburg, Veste);
Gem. v. J. G. Schultz, danach
Kupf. v. J. C. Sysang, um 1755;
Gem. v. J. C. Besler (später in d. Kreuzkirche Dresden), danach Stich
v. G. W. Weise;
Kupf. (unbez.) in d. Leichenpredigt
v. G.
A. Mehner, Dresden 1777.
Autor ↑
Bruno SauerEmpfohlene Zitierweise ↑
Sauer, Bruno, „Am Ende, Johann Joachim Gottlob“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
246
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116297956.html
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am Ende, Johann Joachim Gottlob
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
am Ende: Johann Joachim
Gottlob
a.
E., geb. 16. Mai 1704, †
2. Mai 1777, Sohn des Diaconus zu
Gräfenhainichen, studirte nach nur 5jähriger Schulzeit zu Grimma,
6 Jahre lang in Wittenberg und erwarb sich nicht allein in der
Theologie, sondern in den Wissenschaften überhaupt, in alten und
neuen Sprachen umfassende Bildung. Doch ward er zunächst seines
Vaters Substitut, dann Amtsnachfolger. Gelehrte Arbeiten,
darunter: "de la Bruyère's Gedanken von
Gott" und "Pope, commentatio de homine
poetica," bewirkten 1743 seine Berufung an Ephorie und Schule
Pforta, wo ihn auch Klopstock als führenden Lehrer ehrte, von da
als Superintendent nach Freiburg
a.
U. und wegen seines Ruhmes als Redner, 1750 als
Superintendent und ins Ober-Consistorium nach Dresden. Sein
treffliches Wirken bewährte sich auch im 7jährigen Kriege durch
Wohlthätigkeit, patriotische Haltung und Predigten, darunter die
1756 vor Friedrich II. gehaltene, oft
nachgedruckt und übersetzt, drei nach dem Brande der Kreuzkirche
1760 und andre zeitgeschichtliche. In lateinischen Versen erschien
noch: "Christeis, h. e. Acta apostolorum,"
1759. Er hinterließ, kinderlos, ansehnliche Stiftungen.
Literatur ↑
Seine und die ihn betreffende Litteratur siehe in: Bibliotheca am Endiana, dem Anhange zu seinem
"Lebensbilde" von Ch. G. Ernst am Ende (Dresden 1871), worin auch
allgemeine familiengeschichtliche Nachrichten, sowie in desselben
Verfassers: die Wappen in der am Ende'schen Familie (Herald.
Zeitschr. des Adler in Wien 1871).
Autor ↑
E. am Ende
Empfohlene Zitierweise ↑
Am Ende, E., „am Ende, Johann Joachim Gottlob“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
396
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116297956.html?anchor=adb
Am Ende, Johann Joachim Gottlob
Name: Am Ende, Johann Joachim Gottlob
Lebensdaten: 1704 bis 1777
Geburtsort: Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt)
Sterbeort: Dresden
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe; Schulmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Sauer, BrunoAutor ADB:
Am Ende, E.PND: 116297956