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NDB-Artikel

<< Cassirer, Richard     Castell, Grafen und Herren zu >>

Cassius, Andreas

Arzt, * um 1605 Schleswig, 27.5.1673.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Christian Andr. (um 1563-1618), Advokat in Schleswig, Kanzleisekretär in der gottorfischen Verwaltung; M Sophia Vesteria aus Flensburg; B Christian (1609–76), GR u. Kanzleidirektor des Bischofs von Lübeck in Eutin (s. ADB IV); 1) Hamburg 8.7.1637 Catharina (1612–1641), T des Brauhausbesitzers Lucas Willers u. der Barbara Löring, 2) Hamburg 1642 Gertr. (1620-88), T des Diakonus u. Mag. Nic. Staphorst (1577–1642) zu St. Petri in Hamburg u. der Ursula Schelhammer (1581–1624, T des luth. Theol. Mag. Joh. Schelhammer [1540–1620] in Quedlinburg, Goslar u. Hamburg [s. ADB XXXIV]); 2 S, 2 T aus 2), u. a. Andr. (* 1645, um 1700, Lübeck 1681 Agneta [ 1682), T des Ratsherrn Joh. Fischer [ 1680]), Arzt in Lübeck, Verfasser v. „De triumviratu intestinali cum suis effervescentiis“ u. „De extremo illo et perfectissimo naturae opificio ac praecipue terrenorum sidere, auro, et admiranda ejus natura“, Hamburg 1685 (s. BLÄ I, 1929); Verwandter Kirchenhistoriker Nic. Staphorst (1679–1731), Prediger an St. Johannis in Hamburg, der Schelhammer's Schriften gegen die Calvinisten u. den Weigel'schen Mystizismus neu herausgab u. eine Hamburger Kirchengeschichte veröffentlichte (s. ADB XXXV).

Leben  
Cassius studierte in Leiden, wurde dort 1632 Dr. med., ließ sich in Hamburg als Arzt nieder und wurde später Leibarzt Herzog Johanns von Holstein und des Bischofs von Lübeck. Sein medizinisches Hauptwerk ist die „Disputatio inauguralis de miscellaneis medicis“. Merkwürdig ist ein von ihm empfohlenes Mittel gegen die Pest, eine Essenz aus Bezoar-Concretionen. Er betätigte sich auch als Alchemist und fand 1687 den nach ihm genannten Goldpurpur, einen Niederschlag mittels Zinnchlorürs und Sesquichlorürs in einer Lösung von Goldchlorid. Der Cassius'sche Goldpurpur wird bei der Erzeugung von Rubinglas und in der Glas-, Email- und Porzellanmalerei viel verwendet. Mehrere medizinische und chemische Arbeiten von Cassius sind in den Miscellanea medico-chymica, praes. D. Geo. Mochingero(Leipzig 1629) vereinigt.
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Literatur  
BLÄ I, 1929; Ferchl. - Zu S Andr.: Gernet Mitt. a. d. älteren Medizinalgesch. Hamburgs, 1869, S. 205; Schröder I, 1851.

Autor  
Gerhard Eis
Empfohlene Zitierweise  

Eis, Gerhard, „Cassius, Andreas“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 170 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd140042091.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 170 f.

PND: 140042091
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Index

Cassius, Andreas

Name: Cassius, Andreas
Lebensdaten: um 1605 bis 1673
Geburtsort: Schleswig
Beruf/Lebensstellung: Arzt
Konfession: evangelisch?
Autor NDB: Eis, Gerhard
PND: 140042091

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Cassius, Andreas

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140042091

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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