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<< Caselius, Johannes     Casparini, Eugen >>

Caspar, Erich

Historiker, * 14.11.1879 Potsdam, 22.1.1935 Berlin. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Franz (1849–1927), Dr. jur. h. c. Freiburg (Breisau), Dir. der soz.-pol. Abt. im Reichsamt des Inneren, |Unterstaatssekretär im Reichsamt des Inneren, Leiter des Reichswirtschaftsamts, Unterstaatssekretär des Reichsarbeitsministeriums, arbeitete wesentlich mit am Entwurf der Reichsversicherungsordnung v. 1911, die eine Zusammenfassung u. - insbes. auf dem Gebiet des Verfahrensrechts - auch einen Ausbau der bisher geltenden Gesetze üb. die Sozialversicherung darstellte, S des Eduard (1816–91), JR u. Notar am Kammergericht Berlin, u. der Elis. Groschke; Urgroßvater väterlicherseits Gust. Heinr. (1780–1859), erster Großgrundbesitzer jüdischer Abkunft in Ostpreußen; Urgroßmutter väterlicherseits Henriette (1792–1867), N des jüdischen Schriftstellers David Friedländer (1750-1834 [s. ADB VII]); M Anna, T des Senatspräsidenten am Berliner Kammergericht Ludw. Vonhoff.

Leben  
Caspar studierte in Heidelberg, Bonn und Berlin (Promotion 1902). Nach Arbeiten zur unteritalienischen Geschichte (Roger II., 1904, Petrus Diaconus und die Montecassineser Fälschungen, 1909) wandte er sich als Privatdozent in Berlin (1908) und Mitarbeiter der Monumenta Germaniae historica (Das Register Gregors VII., 1920–23, und andere) der Papstgeschichte zu (Pippin und die römische Kirche, 1914). Sein Hauptwerk „Geschichte des Papsttums“ (2 Bände, 1930-33), in Königsberg, wohin er 1920 als Professor kam, begonnen und in Freiburg (1929) und Berlin (1930) fortgesetzt, reicht bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts. Caspar verbindet in seinen Büchern kritische Sorgfalt mit darstellerischem Talent; in seiner historischen Auffassung, vor allem des Papsttums, ist er dem Rankeschen Ideal|näher gekommen als alle anderen protestantischen Historiker der jüngsten Generation.

Werke  
Weitere W Herm. v. Salza u. d. Gründung d. Deutschordensstaates in Preußen, 1924; Die älteste röm. Bischofsliste, in: Schrr. d. Königsberger gel. Ges. II/4, 1926.

Literatur  
P. Kehr, in: NA 50, 1935, S. 626 f.; R. Holtzmann, in: HZ 132, 1935, S. 228 f.; E. Seeberg, R. Holtzmann u. a., in: Zs. f. KG 54, 1935, S. 105 ff. (W, P).

Autor  
Walthergeändert: Walter[d. Red.] Holtzmann
Empfohlene Zitierweise  

Holtzmann, Walther, „Caspar, Erich“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 164-165 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116467770.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 164-165
Erwähnungen: 
NDB 24 (2010), S. 266 in Artikel Seppelt, Franz

PND: 116467770
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Index

Caspar, Erich

Name: Caspar, Erich
Lebensdaten: 1879 bis 1935
Geburtsort: Potsdam
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Historiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Holtzmann, Walther
PND: 116467770

Weitere Informationen

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Caspar, Erich

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116467770

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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