<< Carlowitz, Carl Adolf von
Carmen Sylva >>
Carlson, Carl Fridolf
Schiffbauingenieur,
* 22.1.1870 Österberga, Provinz Skaraborg (Schweden),
† 23.10.1924 Elbing. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Carl Gustaf Johannsson (1841–1929), Landwirt in Skara,
S des Johannes (1811–93), Gutsbesitzer,
u. der Stina Carlsdotter (1803–73);
M Agda Maria (1843–1933),
T des Anders Zettermann (1807–71), Dorfschmied,
u. der Beata Larsdotter;
⚭ 1900 Hildegard (1877–1927),
T des Besitzers der Schichauwerft
KR Carl Ziese (1848–1917) in Elbing,
E des
Ferd. Schichau (
† 1896), Gründer der Schichauwerft; 3
K.
Leben ↑
Carlson verließ nach abgeschlossenem Schiffbau-Studium am technologischen Institut in Göteborg 1894 sein Heimatland Schweden, um seinen Beruf im Ausland, zunächst in Danzig, dann in Kiel bei der Germaniawerft auszuüben. 1898 kam er nach Elbing zur Schichauwerft. 1902 wurde er deutscher Staatsangehöriger und siedelte als Prokurist nach
|Danzig über, um die Leitung der Danziger Schichauwerft zu übernehmen. Nach dem Tode seines Schwiegervaters ging die Verantwortung für die gesamten Schichau-Unternehmen in Elbing, Danzig, Pillau und Riga auf ihn über. Unter seiner Leitung entstanden in Danzig die letzten Großlinienschiffe und Schlachtkreuzer der Kaiserlichen Marine („König Albert" und „Baden", „Lützow" und „Graf Spee“), in Elbing die zugehörigen Dampfturbinenanlagen sowie zahlreiche Torpedoboote. Die Arbeit für die deutsche Handelsflotte und ausländische Handelsmarinen fand ihre Krönung in den beiden „Columbus“-Bauten mit je 40 000 t Wasserverdrängung für den Norddeutschen Lloyd. In der schwierigen Nachkriegszeit sind die Einführung des Dieselmotors für die Handelsschiffsbauten und der Bau großer Wasserturbinen, zum Beispiel 15 Turbinen von je 10 000 PS für das Innwerk, und Kraftwerke, auch für den eigenen Betrieb, als bedeutende Leistungen Carlsons hervorzuheben. - Dr. honoris causa der Danziger Technischen Hochschule (1923). Seine Witwe, Hildegard, übernahm für ihre beiden Kinder als alleinige Inhaberin zusammen mit einem von ihr ernannten Direktorium die Leitung der Werke. (1929 Aktiengesellschaft unter Hauptbeteiligung des Reiches.)
Literatur ↑
Die Schichauwerke in Elbing, Danzig
u. Pillau 1837-1912,
o. J.;
G. Schulze Pillot C. F.
C., in: Werft, Reederei, Hafen, 1924, S. 602;
Nachrufe in:
VDI-Zs.,
Bd. 68, 1924, S. 1350,
Jb. Schiffbautechn.-
Ges.,
Bd. 29, 1928, S. 86/87. - Zu Hildeg. C.: Schiffbau,
Jg. 38, 1927, S. 185;
100 J. Schichau 1837-1937, 1937;
Lockemann, in:
Altpreuß. Biogr. I, 1941.
Portraits ↑
Ölgem. C. F.
C.s
v. Östermann
u. H.
C.s
v. R. Schuster-Woldan (Originale 1945 verloren, Fotos).
Autor ↑
Eberhard WestphalEmpfohlene Zitierweise ↑
Westphal, Eberhard, „Carlson, Carl Fridolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
148 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116456477.html