<< Ambronn
Ambronn, Leopold Friedrich Anton >>
Ambronn, Hermann
* 11.8.1856 Meiningen,
† 28.3.1927 Jena. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Richard Ambronn (1816–64), Kaufmann;
M Wilhelmine Amthor (1827–93);
Gvv Heinrich Anton Jacob Ambronn (1781–1854), Geheimer Hofrat;
Gmv Elisabeth Weygandt (1788–1876);
B Leopold Ambronn (s. 2).
Leben ↑
Ambronn studierte in Heidelberg, Wien und Berlin (bei S. Schwendener), promovierte 1880 mit einer Arbeit über die Rotalgen, wurde 1881 Assistent am botanischen Institut und 1887 Kustos am Universitäts-Herbarium, 1889 außerordentlicher Professor in Leipzig, 1899 in Jena (Lehrstuhl für wissenschaftliche Mikroskopie). Hier war er bis 1907 wissenschaftlicher Mitarbeiter der optischen Werkstätten von G. Zeiß und leitete das 1902 auf E. Abbes Veranlassung mit Mitteln der Carl Zeiß-Stiftung gegründete Institut für wissenschaftliche Mikroskopie. - Ambronn studierte vor allem die submikroskopische Struktur der doppelbrechenden Substanzen pflanzlicher und tierischer Herkunft. Er veröffentlichte Arbeiten aus dem Gebiete der Botanik, der Kolloidchemie - grundlegend ist hier seine Entdeckung der Stäbchendoppelbrechung in vielen Kolloiden, die später durch die Entdeckung der Röntgendiagramme bestätigt wurde - und der Mineralogie.
Werke ↑
Das Polarisationsmikroskop, 1926 (mit
A. Frey);
s. a. Kolloid-
Ztschr. 44, 1928, S. 6-8
(Wiss. Veröff. v. H. A. u. seiner Schule).
Literatur ↑
Die
Naturwiss. 14, 1926, S. 765-71;
Kolloidchem. Beihh. 23, 1926 (
A.-
Festschr.,
P);
Berr. d.
Dt. Botan. Ges. 45, 1927, S. 67-71;
Pogg. IV, V, VI.
Autor ↑
Friedrich KlemmEmpfohlene Zitierweise ↑
Klemm, Friedrich, „Ambronn, Hermann“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
242
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116010738.html