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Sayn, Zilies (Cäcilius) von
Leben
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Leben ↑
Sayn: Zilies (Cäcilius) v. S. heißt ein fahrender Sänger der Jenaer Handschrift; die Sprache seiner 7 Strophen gibt zur Heimathsbestimmung keine Hülse her: doch hindert Nichts anzunehmen, daß er im rheinischen Sayn (bei Koblenz) zu Hause war. Die Handschrift nennt ihn Meister, er selbst sich einen künsterîchen man, und es scheint, daß er gewohnt war, ein Pferd zur Verfügung zu haben: also einer der gebildetern, vornehmern Fahrenden. Was uns von ihm erhalten ist, klagt humorlos und übertrieben das ewig neue Leid dieser zehrenden Sänger: mangelnde Anerkennung, geringe Freigebigkeit der Herrn, die darauf hin unbegrabnen Todten verglichen werden, u. ähnl. Man möchte wol wissen, was solche anspruchsvollen Burschen eigentlich vorgetragen haben, ihre Kunst zu zeigen und die Gunst des Publicums zu wecken: diese langweiligen Scheltstrophen haben ihnen doch gewiß keine Hand geöffnet. — Zilies hat zwei äußerlich ähnliche Strophenformen benutzt, deren Melodien wir noch haben. Die Wortbetonung ist in seinen Versen sehr roh behandelt.
Literatur ↑
v. d. Hagen, Minnesinger III, 25; IV, 709.
Autor ↑
Roethe.Empfohlene Zitierweise ↑
Roethe, Gustav, „Sayn, Zilies von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
30
(1890), S.
464
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118636855.html?anchor=adb
Sayn, Zilies von
Name: Sayn, Zilies von
Namensvariante: Sayn, Cäcilius von
Namensvariante: Cäcilius von Sayn
Namensvariante: Zilies von Sayn
Lebensdaten: gestorben vielleicht um 1300
Beruf/Lebensstellung: fahrender Sänger
Konfession: katholisch
Autor ADB:
Roethe, GustavPND: 118636855
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Sayn, Zilies von
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118636855
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