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Call zu Rosenburg und Kulmbach, Friedrich Freiherr von

Jurist, * 16.10.1854 Sankt Pauls bei Bozen, 27.5.1917 Wien. ((römisch)-katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Adolf (1819–77), Dr. jur., Statthaltereisekretär, S des k. k. Hofrats Aloys Frhr. v. C. z. Rosenburg u. Kilmbach (seit 1851), Polizeidirektor in Triest, aus 1784 geadeltem Kaufherrengeschlecht in Bozen, u. der Anna v. Miller zu Aichholz, Vt u. Adoptivsohn des Karl (1777–1848), k. k. Oberst, verdient um die Einrichtung des Tiroler Jägerkorps, des späteren Kaiserjäger-Rgt. (s. ÖBL); M Gabriele (1824–1901), T d. Oberfinanzrates Franz Ritter Kaltenegger von Riedhorst (seit 1858) u. der Friederike Piller; B Guido s. (2); Alt-Aussee 1891 Bertha, T des k.u.k. Fregattenkapitäns Eduard Frhr. Schwäger v. Hohenbruck u. der Emilie Bellino; 2 S, 2 T.

Leben  
Call trat nach dem Studium in den Justizdienst und wurde schon 1882 in das Ministerium berufen, von wo er 1892 - mittlerweile zum Ministerialrat avanciert - als Oberlandesgerichtspräsident nach Innsbruck ging. Von dieser Stelle aus konnte er seine in Jahrzehnten erworbenen Kenntnisse nutzbar machen. Er wurde Mitglied des Reichsgerichts und des Staatsgerichtshofes, 1904 Geheimer Rat und 1912 lebenslängliches Mitglied des österreichischen Herrenhauses, in welchem er sich der Rechten anschloß. Als Berichterstatter der juridischen Kommission wirkte Call beim Zustandekommen zahlreicher Gesetzesreformen maßgeblich mit. Er befaßte sich anfänglich nahezu ausschließlich mit Wirtschaftsgesetzen, dem Lagerhaus-, Markenschutz-, Raten- und Genossenschaftsgesetz, ferner bearbeitete er die Novelle zum Haftpflichtgesetz und brachte die Urheberrechtskonvention mit dem Deutschen Reich zustande. Vor allem versuchte er in Wort und Schrift schon während seiner Dienstzeit im Ministerium, in noch verstärktem Maße aber im Herrenhaus die Einführung der Zivilehe in Österreich zu verhindern.

Werke  
Gegen d. Siebenbürger Ehen, Wien 1893; mehrere Aufsätze in: Allg. Österr. Gerichtsztg. u. DJZ.

Literatur  
Neue Freie Presse, Wien 29.5.1917, Nachmittagsbl.; Allg. Österr. Gerichtsztg. 68, Wien 1917; Jur. Bll. 46, Wien 1917; DBJ II (Tl. 1917, L); ÖBL.

Autor  
Nikolaus von Preradovich
Empfohlene Zitierweise  

Preradovich, Nikolaus von, „Call zu Rosenburg und Kulmbach, Friedrich Freiherr von“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 94 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd127458166.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 94

PND: 127458166
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Index

Call zu Rosenburg und Kulmbach, Friedrich Freiherr von

Name: Call zu Rosenburg und Kulmbach, Friedrich Freiherr von
Lebensdaten: 1854 bis 1917
Geburtsort: Sankt Pauls bei Bozen
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Jurist
Konfession: katholisch
Autor NDB: Preradovich, Nikolaus von
PND: 127458166

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Call zu Rosenburg und Kulmbach, Friedrich Freiherr von

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127458166

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