<< Burkhard, Franz
Burkhardt, Heinrich Friedrich Karl Ludwig >>
Burkhard, Franz
kölnischer Kanzler,
* etwa 1520,
† 6.8.1584 Bonn. ((römisch)-katholisch)
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Burkhard studierte wahrscheinlich in Köln. Es ist unsicher, ob er in bayerischen Diensten stand. Dr. utr. iur., wurde er 1577 Kanzler des Kölner Erzbischofs Salentin von Isenburg. Als
cattolico zelante Abgesandter von Köln auf dem Augsburger Reichstag von 1582, verhandelte er mit Kardinal Madruzzo wegen der Neubesetzung des Kölner Erzstuhles. Er wurde Geheimer Rat des neuen Erzbischofs Herzog Ernst von Bayern. Literarisch ist er nicht hervorgetreten. Nicht von Burkhard stammt die ihm sofort (1586) zugeschriebene „De Autonomia, das ist, von Freystellung mehrerley Religion“. Das Werk erklärt die Freistellung der Religion als gottlos und schlimmer denn Krieg und stammt aus der Feder des Konvertiten und Wiener Reichshofratssekretärs Erstenberger. Es wurde unter dem Namen des verstorbenen Burkhard herausgegeben, um die Protestanten nicht gegen den Kaiser zu erbittern.
Literatur ↑
Nuntiaturberr. aus
Dtld. III/1, 1892, II/1, 1905; A. M. Kobolt, Baier. Gelehrten-
Lex., Landshut 1795;
LThK (unter Burkard).
Autor ↑
Hermann TüchleEmpfohlene Zitierweise ↑
Tüchle, Hermann, „Burkhard, Franz“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
53
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135706459.html
Informationsangebote zu
Burkhard, Franz
PND
135706459
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope