<< Burger, Anton
Burger, Karl Heinrich August von >>
Burger, Georg Matthias
Mystiker,
* 19.1.1750 Dittenheim bei Gunzenhausen,
† 2.4.1825 Nürnberg. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Joh. Matthias, Söldner in Dittenheim;
M Marg. Preßlein; die beiderseitigen Großeltern stammen aus Ehingen am Hesselberg;
⚭ 1) 1790 Sus. Waldburg Trinklein (
† 1799), Metzgers-
T aus Gräfensteinberg, 2) Marg.
Barb. (
† 1850),
Halb-Schwester der 1. Frau; 8
K.
Leben ↑
Burger zeigte schon früh einen Hang zur Religiosität, daneben starke mathematische Begabung und mechanische Geschicklichkeit. Auf der Wanderung als Bäckerlehrling kam er nach Nürnberg. Kaufmann Tobias Kießling ermöglichte ihm die Reise zu dem württembergischen Pfarrer Ph. M. Hahn (
† 1790), der als mathematisches und mechanisches Genie weithin berühmt war. Hahn, Vertreter der schwäbischen Theosophie, führte ihn in F. Ch. Oetingers, seines Lehrers, und A. Bengels Denken ein, was bei Burger vollstes Echo fand. Nach Nürnberg zurückgekehrt betrieb er im Haus Zur weißen Rose seine Bäckerei (daher Rosenbeck), nebenher mit kunstvollen mechanischen Arbeiten beschäftigt. Sonntag nachmittags sammelten sich bei ihm die Freunde, einfache und gebildete, darunter Kießling, Pfarrer J. G. Schöner und Patrizier; G. H. Schubert (1809-16 in Nürnberg) wurde durch Burger entscheidend beeinflußt. Durch ihn wurden Professor J. A. Kanne, auch Jean Paul mit Burger bekannt. Lavater, vielleicht auch Goethe besuchten ihn. F. Baader, C. Brentano, J. N. von Ringseis und andere standen mit ihm in Verkehr. Seine Bücherei umfaßte über 1000 Bände. Eigene Schriften hat er nicht verfaßt.
Literatur ↑
Frank. Archiv 1, Schwabach 1790/91, S. 310-19;
W. Kunze, Der Rosenbäcker G. M.
B., d. „Nürnberger Mystiker“, in:
Mitt. d.
Ver. f.
Gesch. d. Stadt Nürnberg 31, 1933, S. 246-64;
ders., in: Allg. Ev.-
luth. Kirchenztg. 67, 1934, S. 776-79;
ders., in:
Ll. Franken,
Bd. 5, 1936, S. 15-20;
W. Lux,
Lb. d. G. M.
B. aus Dittenheim, Bäckermeister, Mystiker
u. Mechaniker, in: Alt-Gunzenhausen 18, 1941, S. 54-57.
Portraits ↑
W. Kunze, Ein Bildnis d. Rosenbäckers G. M.
B. …, in: Fränk. Heimat 13, 1934, S. 209-11.
Autor ↑
Friedrich Hauck Empfohlene Zitierweise ↑
Hauck, Friedrich, „Burger, Georg Matthias“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
45
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd131909886.html
Burger, Georg Matthias
Name: Burger, Georg Matthias
Lebensdaten: 1750 bis 1825
Geburtsort: Dittenheim bei Gunzenhausen
Sterbeort: Nürnberg
Beruf/Lebensstellung: Mystiker
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Hauck, FriedrichPND: 131909886