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Alton, Johann Samuel Eduard d' >>
Alton, Joseph Wilhelm Eduard d'
Leben
| Autor
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Leben ↑
d'Alton: Joseph Wilhelm
Eduard d'A., geb. 11.
Aug. 1772 in Aquileja als Sohn eines österreichischen Stabsoffiziers (etwa Eduards?
s. u. S. 374), † 11. Mai
1840 zu Bonn als ordentlicher
Professor der Archäologie und Kunstgeschichte.
Ursprünglich zum Militärdienste erzogen, erwarb er sich in Wien
eine gründliche Kenntniß des Pferdes und der Reitkunst. Auf Reisen
in Italien, am Rhein und in Franken erlangte er, durch große
Gewandtheit im Zeichnen und Radieren unterstützt, eine umfassende
Einsicht in die Gebiete der Natur- und Kunstgeschichte.
|Auf jenem war es insbesondere die Zoologie und
Osteologie, welche ihn beschäftigten. Dem Herzoge Karl August von
Sachsen-Weimar empfohlen und 1809—10 im Park von Tiefurt wohnhaft,
genoß er Goethe's und Oken's Umgang und Achtung. Später siedelte
er sich in Würzburg an und machte von dort aus Reisen nach
Frankreich, England und Spanien. Im J. 1818 als außerordentlicher
Professor an die neue Universität Bonn berufen, hielt er zuerst
sowol über Natur- als Kunstgeschichte gern gehörte und lehrreiche
Vorlesungen; seit seiner Anstellung als ordentlicher Professor,
1826, über letztere, insbesondere auch über die mittlere und
neuere Kunst. Seine ausgewählte Sammlung von Gemälden,
Kupferstichen und Radierungen wurde nach seinem Tode theils an die
Bonner Bibliothek, theils an das Berliner Museum, theils nach
England verkauft.
A. vereinigte den philosophischen Naturforscher, den gebildeten
Kunstkenner und den ausübenden Künstler in einer Person. Seine
Schriften und künstlerischen Arbeiten bewegen sich fast
ausschließlich auf dem erstern Gebiete ("Naturgeschichte des
Pferdes" 1810—16, 2 Bde. Fol.; "Kupfertafeln zu Pander's Beiträgen
zur Entwicklungsgeschichte des Hühnchens" 1817; "Vergleichende
Osteologie" 1821—28; "Ueber das Riesenfaulthier" 1824). Ueber
seine kunsthistorischen Leistungen, deren Verzeichniß Meyer's
Künstlerlexicon gibt, fällt A. W. v. Schlegel in den
"Vorerinnerungen zu dem Verzeichnisse einer von E. A.
hinterlassenen Gemäldesammlung" (Werke 9, S. 372) ein sehr
günstiges Urtheil: er nennt ihn sein Orakel in Kunstsachen und
schildert seine Vorträge als gleich kenntnißreich, beredt und
beseelt. Wie hoch ihn Goethe schätzte, geht aus dessen Aeußerungen
über ihn und dem Briefwechsel von 1822—28 hervor, welcher
hauptsächlich osteologische Interessen betrifft. (Vergl.
Bratranek, Goethe's Naturwiss. Correspondenz I. 3 f.
Autor ↑
Urlichs.
Empfohlene Zitierweise ↑
Urlichs, „Alton, Joseph Wilhelm Eduard d'“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
372-373
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119061341.html?anchor=adb
d'Alton, Eduard
Name: d'Alton, Eduard
Namensvariante: d'Alton, Joseph Wilhelm Eduard
Namensvariante: Alton, Joseph Wilhelm Eduard d'
Namensvariante: Alton, Eduard d'
Lebensdaten: 1772 bis 1840
Beruf/Lebensstellung: Archäologe; Kunsthistoriker; Naturforscher
Konfession: katholisch?
Autor ADB:
UrlichsPND: 119061341