<< Buol von Berenberg, Joseph Andreas Freiherr
Buol-Schauenstein Johann Rudolf Freiherr von, Graf >>
Buol von Berenberg, Maria Anna Freiin|
Schriftstellerin,
* 21.8.1861 Innsbruck,
† 21.5.1943 Kaltern bei Bozen. ((römisch)-katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Franz (1823–75),
Gen. referent der Tiroler Landstände,
S des Franz (
s. Einl.)
u. der Marianna Freiin Giovanelli
v. Gerstburg;
M Luise (1835–1903),
T des
Jos. Frhr. Di Pauli
v. Treuheim
u. der Franziska
v. Schasser;
Om Jos. Frhr. Di Pauli (
† 1905),
österr. Staatsmann;
Tante von Maria (
⚭ Ludwig
Frhr. v. Biegeleben [
† 1872], hessischer
u. österr. Diplomat [
s. NDB II]); ledig.
Leben ↑
Buol von Berenberg blieb seit ihrem 6. Lebensjahre auf dem vom Vater erworbenen Ansitz in Kaltern, genoß häuslichen Unterricht und die Freundschaft verschiedener konservativer Adliger Südtirols und der Emilie Ringseis, unternahm etliche Reisen, so nach Palästina, und wirkte still als Vorkämpferin für Heimat und Volkstum in sozialem Verständnis und realistischer Auffassung des Lebens durch ihr Beispiel und ihre Fürsorge. Sie erwarb sich Anerkennung als Erzählerin mit trefflicher Charakter- und Sittenschilderung und als Stückschreiberin für ländliche Bühnen. Außer ihren begeisterten „Liedern vom heiligen Lande” (Brixen 1902) und unveröffentlichten „Heckenliedern” verfaßte sie vornehmlich kleinere und größere Volkserzählungen, die zunächst in Zeitungen oder Zeitschriften erschienen, geschichtliche Bücher und erzählte in M. Köchlings „Dichters Werden” (1919) von ihrem Beginnen. Sie blieb ein treuer Anwalt Südtirols, besonders im Kampf um die Erhaltung tirolischen Wesens und die deutsche Muttersprache.
Werke ↑
Weitere W Die Stiefkinder, Erzählung, Bozen 1902; Der Bader
v. St. Margrethen, 1904; Aus Etschland
u. Inntal, Graz 1907; Die Stiefkinder, Bozen 1910; Notburga, Schauspiel, Innsbruck 1911; Erzählungen
u. Sagen aus Tirol, 1912; Geschichten aus alter Väterzeit, Innsbruck 1926; Ein Herrgottskind, ebenda 1928
(Biogr. v. M. v. Mörl); Aus Gottes Werkstatt, ebenda 1931;
Joh. Nep. v. Tschiderer
u. seine Zeit, ebenda 1934; Aus d. alten Tirol, ebenda 1936; Früchte d. Heimat, Geschichten,
hrsg. v. M.
v. Rubatscher, Wien 1948.
Literatur ↑
Volkslesehalle 10, Wien-Regensburg 1910, S. 73
ff.;
H. Binder, in: Die Bücherwelt 8, 1911, S. 89
ff.;
A. Dörrer, in: Die Kultur, Wien 1911, S. 411
ff.;
Dolomiten, Bozen 23.8.1951;
Kosch
Lit.-
Lex. I
(W, L).Autor ↑
Anton DörrerEmpfohlene Zitierweise ↑
Dörrer, Anton, „Buol von Berenberg, Maria Anna Freiin“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
22
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136186955.html
Buol von Berenberg, Maria Freiin
Name: Buol von Berenberg, Maria Freiin
Namensvariante: Buol von Berenberg, Maria Anna Freiin
Lebensdaten: 1861 bis 1943
Geburtsort: Innsbruck
Sterbeort: Kaltern bei Bozen
Beruf/Lebensstellung: Schriftstellerin
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Dörrer, AntonPND: 136186955