<< Bukowski von Stolzenburg, Geiza
Bullinger, Johann Heinrich >>
Bulle, Heinrich Ferdinand Friedrich Eduard
Archäologe,
* 11.12.1887 Bremen,
† 6.4.1945 Bad Kohlgrub (Oberbayern). (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Ernst, Domprediger in Bremen;
M Lina,
T des Schuldirektors
Heinr. Weismann in Frankfurt/Main, dessen Gedichte
B. 1891 herausgab;
⚭ 1) 1909 Claire Schilling (
† 1921), 2) Lili Badehaus; 3
T aus 1).
Leben ↑
Bulle wurde der letzte Schüler Heinrich von Brunns, bei dem er 1893 promovierte und dessen Griechenbild Goethescher Prägung auch das seine bestimmt hat. Seit 1895 Assistent von Adolf Furtwängler habilitierte er sich bei ihm 1898 mit einer grundlegenden Arbeit über griechische Statuenbasen. 1898-1902 lehrte er vertretungsweise in Würzburg, erhielt 1902 den Ruf als außerordentlicher Professor nach Erlangen und kehrte 1908 als Ordinarius nach Würzburg zurück. Hier hat er sowohl als Universitätslehrer und Forscher wie als Leiter des Wagner-Museums, auch noch nach seiner Emeritierung von 1935 eine reiche Wirksamkeit entfaltet. - Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. - Am bekanntesten wurde sein Name durch das unten an erster Stelle genannte Werk, das durch seine Klarheit im Geiste Adolf von Hildebrands weiten Kreisen das Verständnis antiker Kunst erschlossen hat. Vom antiken Theater suchte er durch Interpretation der Denkmäler wie der Dramen eine anschauliche Vorstellung zu gewinnen. Daneben hat er sich als Ausgräber prähistorischer Siedlungen verdient gemacht.
Werke ↑
u. a. Der schöne Mensch im Altertum, 1898,
31922; Klingers Beethoven
u. d. farb. Plastik d. Griechen, 1903;
Hdb. d. Archäol. I, Wesen
u. Methode, 1913; Archaisierende griech. Rundplastik, =
Abhh. d. Bayer.
Ak. d.
Wiss. 30/2, 1917; Ostgiebel d. Zeus-Tempels zu Olympia, in:
Jb. d. Dt. Archäol.
Inst. 54, 1939, S. 137
ff.;
Lebenswerk üb. d. antike Theater (1945 verbrannt), wichtige Vorarbb. dazu: Unterss. zu griech. Theatern, in:
Abhh. d. Bayer.
Ak. d.
Wiss. 33, 1928; Von Griech. Schauspielern
u. Vasenmalern, in: Festschr. James Loeb, 1930; Orchomenos I: Die älteren Ansiedlungsschichten, in:
Abhh. d. Bayer.
Ak. d.
Wiss. 24/2, 1907; Ausgrabungen in Aphiona, in: Athen.
Mitt., H. 59, 1934, S. 1
ff.Literatur ↑
V. Bünte-Weismann, in:
Btrr. z. Gesch. d.
Fam. Weismann 12, 1945/46,
Nr. I (darin Grabrede
v. E. Langlotz);
L. Curtius, in: Gnomon 21, 1949, S. 270;
M. Bieber, in: American Journal of Archeol. 50, 1948, S. 406;
G. Lippold, in:
Jb. d. Bayer.
Ak. d.
Wiss., 1944-48. S. 126-28.
Portraits ↑
Bronzekopf
v. F. Heuler, 1937 (im Besitz d.
Fam.);
Lithogr. v. J. Versl, 1942.
Autor ↑
Hans MöbiusEmpfohlene Zitierweise ↑
Möbius, Hans, „Bulle, Heinrich Ferdinand Friedrich Eduard“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
12
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117153966.html
Bulle, Heinrich
Name: Bulle, Heinrich
Namensvariante: Bulle, Heinrich Ferdinand Friedrich Eduard
Lebensdaten: 1867 bis 1945
Geburtsort: Bremen
Sterbeort: Bad Kohlgrub (Oberbayern)
Beruf/Lebensstellung: Archäologe
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Möbius, HansPND: 117153966