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Bachoff, Reiner Bachovius ab Echt
Leben
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Leben ↑
Bachoff: Reiner
Bachovius ab Echt, ein Sohn des Vorigen, Jurist, ist 1575 in Leipzig
geb. Er scheint dem Vater nach Heidelberg gefolgt zu
sein, ist seit 1594 Mitglied der Universität, 1598 zum D. J. U. promovirt. So berichtet er in der Epistola dedicatoria seiner ersten
juristischen Schrift: "Disputationum
miscellarum liber unus". 1604. Er bekleidete zuerst die
Professur der praktischen Philosophie, ward 1614 neben Dionysius
Gothofredus Professor der Jurisprudenz und Rector. Sein
polemisches "Examen Rationalium A. Fabri"
erschien 1612. An sein ursprünglichstes Werk: "Notae et Animadversiones ad Disputationes
Treutleri" (3 voll. 4°. 1617—1619) knüpfte sich der durch
Grobheit berüchtigte Zank mit seinem Rivalen H. U. Hunnius in
Gießen, dessen "Resolutiones Treutleri"
gleichzeitig (1617—20) erschienen. Als im J. 1620 die
unglücklichen Folgen der Schlacht am Weißen Berge über die Pfalz
hereinbrachen, begab sich
B.
nach Heilbronn. Er vollendete hier seinen "Tractatus de actionibus", den er 1623 in
Heidelberg mit einer Dedication an Bürgermeister und Rath von
Heilbronn herausgab. Daun nach der Einnahme Heidelbergs durch
Tilly, ist er wieder im Amte und bekleidet 1623 und 1626 das
Rectorat, bleibt auch in Heidelberg als die Universität am 11.
April 1626 geschlossen wurde. In diese Jahre fallen folgende
Schriften: "Exercitationes ad Anton. Fabrum".
1624. "Tractatus de pignorib. et hypoth." Heideid. 1627. 4°.
— Er bemühte sich um diese Zeit durch Vermittelung seines jungen
Verehrers J. O. Tabor ("Mausoleum J. O.
Taboris" 1675 vor "Taboris Tractatus ed.
Mylius" Lips. 1688. fol.) ein Unterkommen in Straßburg zu
finden, erklärt sich geneigt zur lutherischen Confession
überzutreten und macht sich mit seiner Bibliothek auf den Weg.
Allein in seinen Hoffnungen getäuscht und von allen Mitteln
entblößt, begibt er sich nach Speier zurück, wo er 1628 seine "Commentarii in Institutionen (Spirae 1628.
4°) vollendete und herausgab. Nach dem die Universität in
Heidelberg am 16. Juni 1629 und zwar als katholische Anstalt
wieder hergestellt war, fand sich auch
B.
wieder ein, trat zur katholischen Kirche über und
wurde in demselben Jahre Professor und Rector. Im folgenden
dedicirte er seinem Gönner Kurfürst Maximilian von Baiern seine
"Commentarii in primam partem Pandectarum"
(Spirae 1630) und bekannte sich darin als., per Dei gratiam Catholicae religionis sine ulla
aequivocatione cliens". Tabor fand ihn damals bei einem
Besuche körperlich und geistig in traurigem Zustande. Als dann
Heidelberg 1633 durch die Schweden erobert wurde und die Mehrzahl
der kürzlich angestellten katholischen Professoren ihr Amt und die
Stadt verlassen mußten, blieb
B.
und trat zur reformirten Confession zurück. Er soll um
1640 gestorben sein.
Literatur ↑
Außer den schon genannten Schriften sind noch
anzuführen:"Stricturae in Wesenbecium", "De
Supplicationibus" und "Observationes ad J.
Paponii c. jur. francici." 1628. Neben Scharfsinn und
Gelehrsamkeit charakterisirt ihn plumpe Polemik und das Bemühen
sich auf Kosten der berühmtesten Vorgänger und Zeitgenossen zu
heben. Gundling, Otia c. 5. Hautz, Gesch.
d. Univers. Heidelberg 2. 161—166. Haubold, Instit. litterar, p. 112.
Autor ↑
v. Stintzing.
Empfohlene Zitierweise ↑
Stintzing, Roderich von, „Bachoff, Reiner Bachovius ab Echt“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
756 unter Bachoff
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100021174.html?anchor=adb
Bachof von Echt, Reiner
Name: Bachof von Echt, Reiner
Namensvariante: Bachoffen von Echt, Reiner
Namensvariante: Bachoff von Echt, Reiner
Namensvariante: Bachovius ab Echt, Reiner
Namensvariante: Reiner Bachovius ab Echt
Lebensdaten: 1575 bis um 1640
Beruf/Lebensstellung: Jurist
Konfession: evangelisch?
Autor ADB:
Stintzing, Roderich vonPND: 100021174
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Bachof von Echt, Reiner
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100021174
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