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Brück, Gregor >>
Brück, Christian
* um 1516 Wittenberg,
† 18.4.1567 Gotha. (evangelisch)
Genealogie
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| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Gregor s. (2);
⚭ 1543
Barb. (
† nach 22.11.1569),
T Lucas Cranachs dem Älteren und der
Barb. Brengbier; 8
K,
u. a. Barb. (
† 1607,
⚭ 1568
Jak. Schröter,
† 1613, Bürgermeister zu Weimar, Ahnen Goethes).
Leben ↑
Brück studierte in Wittenberg und Bologna (1532–1542) und wurde am 5.2.1543 in Wittenberg zum
Dr. jur. utr. promoviert. 1543-67 sächsisch-ernestinischer Rat, bekleidete Brück unter Johann Friedrich II. seit 25.6.1556 das Kanzleramt. Seit 1566 Geheimer Rat, wurde er zuletzt in die
sog. Grumbachischen Händel verwickelt und gevierteilt. Seine persönliche Verantwortung an der durch jene Händel ausgelösten Katastrophe Johann Friedrichs II. wird groß genug gewesen sein, wenn auch dieser wenig besonnene Fürst nicht grundlos in lebenslängliche Gefangenschaft abgeführt wurde, und wenn freilich vor allem Moritz und August von Sachsen letztlich nicht schuldlos daran waren. Wiederholt mit wichtigen Gesandtschaften,
z. B. nach Brüssel und Prag, betraut, war Brück nächst seinem Vater, E. von Minckwitz und neben B. von Mila einflußreichster Rat während der Gefangenschaft und letzten Jahre Johann
Friedrichs I. (1547–1552-54) und unter Johann Friedrich II. (1554–67) leitender Minister. Auch als Beisitzer am Weimarer Konsistorium und als Kirchenvisitator betätigte sich Brück. Sein herrisches Wesen verfeindete ihn mit eigenwilligen Theologen, so daß M. Flacius Illy
|ricus über die Bedeutung Brücks und die seines Vaters für die Reformation symbolisch urteilte: „über eine Brücke (Gregor Brück) kam die Wahrheit (ins Land) herein, über eine Brücke (Christian Brück) scheint sie wieder herauszugehen“.
Werke ↑
Wenige Briefe in: Corpus Reformatorum II,
Sp. 736, u. in:
Zs. f.
Kirchengesch. 31, 1910, S. 309 ff.;
zahlr. ungedr. Briefe in den Archiven Dresden u. Weimar.
Literatur ↑
ADB III;
A. Beck,
Joh. Friedr. d. Mittlere, 1858, 2. T., S. 106 f. (
vgl. a. 1. T., S. 327, 383, 482 ff.);
W. Troege, Die Hinrichtung d. Kanzlers Dr. Ch.
B. zu Gotha (1567), in: Thüringer Heimatspiegel 5, 1928, S. 115 ff.;
C. Knetsch, Gregorius
B. u. seine
Fam., in: Ekkehard, Mitt.bl.
dt. Geneal. Abende 8, 1932, H. 3, S. 68;
s. a. L 2).
Portraits ↑
Ölgem. v. L. Cranach
d. J. (Wittenberg, Lutherhalle);
Kupf. v. dems. (Berlin, Kupf.kab.),
Abb. In: F. Sprater, Ausstellung „Reichstag zu Speyer 1529“, in:
Pfälz. Mus. 46, 1929, S. 88 ff.,
Abb. 49
(dort irrig Gregor B. zugeschrieben).
Autor ↑
Ekkehart FabianEmpfohlene Zitierweise ↑
Fabian, Ekkehart, „Brück, Christian“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
652 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117751553.html
Brück, Christian
Name: Brück, Christian
Namensvariante: Pontanus, Christian
Lebensdaten: um 1516 bis 1567
Geburtsort: Wittenberg
Sterbeort: Gotha
Beruf/Lebensstellung: sächsischer Kanzler; gothaischer Staatsmann; Historiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Fabian, EkkehartPND: 117751553