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Alpen, Johann von (seit 1682, wahrscheinlich ursprünglich Johann Wolfgang Ripp)
katholischer Theologe,
* 1630 Alpen bei Kleve,
† 20.5.1698.
| Leben
| Literatur
| Autor
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Leben ↑
Alpen machte seine Studien vermutlich am Gymnasium Tricoronatum und an der Universität Köln, war 1657-62 Pfarrer in Osterwick und wurde, nachdem der münstersche Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen auf sein Verwaltungstalent aufmerksam geworden war, zunächst (2.3.1660) Geistlicher Rat und Kommissar in Spiritualibus, dann (28.5.1661) Generalvikar des Bistums Münster außerhalb der Bischofsstadt, später (26.9.1663) auch für diese. Auch unter dem Nachfolger Galens, Ferdinand II. von Fürstenberg (1678–1683) amtierte Alpen als Generalvikar. Die wichtigste Mission, mit der ihn sein Gönner Galen betraute, war seine Entsendung zum Friedenskongreß zu Nymwegen (1677). Alpen schrieb eine Biographie Galens in lateinischer Sprache, die hinsichtlich des Urkundenmaterials bleibenden Wert besitzt (Coesfeld 1694, Münster 1703, 2 Bände zu je 5 Büchern, deutscher Auszug von Kurz 1790).
Literatur ↑
ADB I;
J. Mynn, Die Lebensbeschreibungen d. Fürstbischofs Christoph Bernhard
v. Galen im 17.
Jh., 1907, S. 22-37.
Autor ↑
Eduard HegelEmpfohlene Zitierweise ↑
Hegel, Eduard, „Alpen, Johann von“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
204
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116288434.html
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Alpen, Johann von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Alpen: Johann von
A.
, geb. bei Cleve 1630, † 20. Mai 1698 (seine Gebeine ruhen in der St. Martinskirche zu Münster). Er widmete
sich dem Priesterstande. Nachdem er einige Jahre in Osterwick,
einem münsterländischen Dorfe als Pfarrer gewirkt hatte, wurde er
im J. 1661 von dem damaligen Fürstbischofe von Münster, Christoph
Bernard von Galen, zum Vicarius Generalis in
Spiritualibus und zum Sigillifer
ernannt. Diese Aemter
|verwaltete er auch unter dessen
Nachfolger, dem Bischofe Ferdinand von Fürstenberg, vom J.
1678—1683. Im J. 1663 wurde er Dechant an der St. Martini-Kirche
zu Münster und 1682 heißt er Propst zu Xanten und Herr von Alpen.
Als münsterischer Gesandter war er zugleich mit dem Vicekanzler
Werner Zurmühlen auf dem Friedenscongreß zu Nymwegen (1677) zum
Zwecke der Befürwortung religiöser Angelegenheiten in Bremen,
Verden und Lingen zugegen. —
A.
war nicht allein Generalvicar, sondern auch der
geheime Rath, der gewöhnliche Gesellschafter und Beichtvater des
Fürstbischofs Christoph Bernard; er gehörte zu den Vollziehern
seines Testaments und war auch dessen Biograph. Gleich nach dem im
J. 1678 erfolgten Tode des Fürstbischofs Christoph Bernard von
Galen erschien zu Amsterdam in holländischer Sprache ein Buch von
dessen Leben und Thaten: "Historisch Verhael
van't Leven en Oorlogs-Bedryf van de Heer Christoph Bernard van
Galen door S. d. V." Es war dies eine mit vielen
Unrichtigkeiten und Entstellungen aller Art angefüllte
Schmähschrift, die um so mehr widerlegt werden mußte, als davon
eine deutsche, französische und italienische Uebersetzung gar bald
erschien, worauf noch andere parteiische und unrichtige Schriften
folgten.
A.
schrieb daher eine ausführliche Geschichte des Lebens
und der Thaten des Fürstbischofs Chr. Bd. von Galen: "De vita et rebus gestis Christophori Bernardi,
Episcopi et Principis Monasteriensis Decas, a Joanne ab Alpen,
Ecclesiarum Metropolitanae Coloniensis Archidiacono Majore,
Archidiaconalis Santensis Praeposito, insignis Collegiatae D.
Martini Monasteriensis Decano, Christophori Bernardi Consiliario
intimiore, Vicario Generali et Sigillifero conscripta."
Coesfeldiae 1694.
Die 2. Ausgabe dieser Biographie erschien 1696 Monast. Westph. typis Jo. Bern. Raesfeldt, die 3., wol nur Titelausgabe, ebenda s. a. und die 4. 1709 das. ap. Jo. Deierlein.
Jeder Band enthält 5 Bücher. Von diesem Werke hat der Pfarrer Kurz
zu Borghorst im Münsterlande einen deutschen Auszug veranstaltet
(Münster 1790). Alpen's Werk hat besonders wegen der vielen
Urkunden einen nicht zu verkennenden Werth. Die Darstellung ist im
Ganzen ruhig und objectiv, wobei jedoch besteht, daß der Verfasser
von seinem Standpunkte aus, als Freund und Rathgeber Christoph
Bernards und unter dem unmittelbaren Eindrucke der Thatsachen
zuweilen nicht mit der nöthigen Unbefangenheit urtheilt und
manches Wichtige übergangen oder nur eben berührt hat.
Literatur ↑
S. Tücking, Geschichte des Stifts Münster unter Christoph
Bernard von Galen, Münster 1865.
Autor ↑
E. Raßmann.
Empfohlene Zitierweise ↑
Raßmann, Ernst, „Alpen, Johann von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
352 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116288434.html?anchor=adb
Alpen, Johann von
Name: Alpen, Johann von
Namensvariante: Ripp, Johann Wolfgang
Lebensdaten: 1630 bis 1698
Geburtsort: Alpen bei Kleve
Beruf/Lebensstellung: katholischer Theologe; Historiker; münsterischer Generalvikar
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Hegel, EduardAutor ADB:
Raßmann, ErnstPND: 116288434