<< Bürger, Heinrich Otto Wilhelm
Bürgi, Jost >>
Bürgi, Emil
Pharmakologe und Chemiker,
* 19.4.1872 Bern,
† 30.1.1947 Bern. (evangelisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus Berner Bürgerfamilie;
V Friedrich (1838–1909), Baumeister und Nationalrat,
S des Johannes, Baumeister, und der Eliese Affolter;
M Magd. von Känel (1846–1913);
⚭ Bern 1899 Pauline Lucie Bandi; 2
S.
Leben ↑
Bürgi wurde 1906 Professor für Pharmakologie und medizinische Chemie. Entsprechend seiner ausgesprochen ärztlich-therapeutischen Einstellung – er hat zeitlebens als Arzt gewirkt – galt sein wissenschaftliches Interesse in erster Linie Fragen der praktischen Therapie. Er wurde vor allem bekannt durch seine Kombinationslehre, wonach die quantitative Wirkung einer Kombination von zwei Heilmitteln mit gleichem Endeffekt sich additiv aus den beiden Teilwirkungen zusammensetzt, wenn die beiden Komponenten gleichen Angriffspunkt haben, dagegen überadditiven (potenzierten) Intensitätsgrad erreicht, wenn die Angriffspunkte verschieden sind. Weitere größere Interessengebiete bildeten die Wirkung des Chlorophylls (Blattgrün) und die Durchlässigkeit der Haut für Heilmittel und Gifte. Außerberuflich galt Bürgis Hauptinteresse Fragen der Kunst und der Philosophie.
Werke ↑
Chlorophyll als Pharmakon, 1932; Die Arzneimittelkombinationen, 1938; Die Durchlässigkeit d. Haut f. Arzneien u. Gifte, 1942; 5 Handbuchbtrr. u. einige 100 Originalveröff. in Fachzss. einschl. Schülerarbb. - Gedichte, 1908; Der Aufstieg, Gedichte, Bern/Bümpliz 1944.
Literatur ↑
E. Rothlin, in: Schweiz.
Med. Wschr. 72, Basel 1942 (
Beil.);
Kosch, Lit.-Lex. I (W, L).
Portraits ↑
Gem. v. André Wurstemberger (im Besitz d. S. Dr. Sandro Bürgi, Bern).
Autor ↑
Walter WilbrandtEmpfohlene Zitierweise ↑
Wilbrandt, Walter, „Bürgi, Emil“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
747
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117142778.html