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NDB-Artikel

<< Buchner.     Buchner, Hans Ernst August >>

Buchner, Eduard

Chemiker, * 20.5.1860 München, 13.8.1917 Feldlazarett Focsani (Rumänien). (katholisch, dann evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Ernst (1812–72), Professor für gerichtliche Medizin und Geburtshilfe in München, verdient um die Gründung eines ärztlichen Pensionsver., Redakteur des „Ärztlichen Intelligenzblatt“ (später „Münchner Medizinische Wochenschrift“), S des Augustin, Dr. jur., Ministerialrat im Finanzministerium, und der Felicitas Niederauer (Schw der Gmv von Max, s. 3); M Friederike, T des Hofstabskassierers Martin Martin und der Marie Franz. Hartmann; B Hans (s. 2); Lotte, T des Tübinger Mathematikers H. Stahl; 2 S, 1 T.

Leben  
Nach Studium der Chemie und Botanik an der TH und Universität München (Promotion 1888) wurde Buchner 1890 Assistent bei A. von Baeyer, 1891 Privatdozent in München, dann in Kiel, 1895 außerordentlicher Professor daselbst, 1896 außerordentlicher Professor für analytische und pharmazeutische Chemie in Tübingen, 1898 Ordinarius an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin, 1899 bis 1911 an der Universität Breslau und 1911 in Würzburg. - Buchners Hauptarbeitsgebiete sind neben gärungschemischen Untersuchungen die Einwirkungsprodukte von Diazoessigester auf ungesättigte Säureester und Acerylencarbonsäure sowie auf die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol und Xylol. Buchner machte 1897 die Entdeckung, daß die alkoholische Gärung des Zuckers keine Äußerung des Lebens der Hefezellen ist, sondern durch ein in diesen enthaltenes, abtrennbares Enzym, die „Zymase“ bewirkt wird. Er erhielt 1907 den Nobelpreis für Chemie für seine biologisch-chemischen Untersuchungen und die Entdeckung der zellfreien Gärung.

Werke  
Die Zymasegärung (mit H. Buchner u. M. Hahn), 1903; zahlr. Abhh. in chem. Zss.

Literatur  
Münchner Med. Wschr. 50, 1908, S. 342 f. (P, S. 374); Les prix Nobel en 1907, Stockholm 1909, S. 29-33, 68-70 (P); C. Harries, in: Berr. d. Dt. chem. Ges. 50/2, 1917, S. 1843-76 (W, P); W. Prandtl, Die Gesch. d. Chem. Laboratoriums d. Bayer. Ak. d. Wiss. in München, 1952, S. 82 f.; DBJ II (Totenliste 1917, L); Pogg. IV, V. - Zu V Ernst: ADB XLVII; BLÄ I.

Autor  
Friedrich Klemm
Empfohlene Zitierweise  

Klemm, Friedrich, „Buchner, Eduard“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 705 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116821337.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 705
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S.  704 Familienartikel
NDB 2 (1955), S.  705*

PND: 116821337
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Index

Buchner, Eduard

Name: Buchner, Eduard
Lebensdaten: 1860 bis 1917
Geburtsort: München
Sterbeort: Feldlazarett Focsani (Rumänien)
Beruf/Lebensstellung: Chemiker; Nobelpreisträger für Chemie (1907)
Konfession: katholisch; evangelisch
Autor NDB: Klemm, Friedrich
PND: 116821337

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Buchner, Eduard

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116821337

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