<< Buch, Johann von
Bucher, Adolf Lothar >>
Buchenberger, Adolf
badischer Finanzminister und Nationalökonom,
* 18.5.1848 Mosbach (Baden),
† 20.2.1904 Karlsruhe. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Franz Julius (1809–59, katholisch), praktischer Arzt zu Mosbach,
S des Michael, Tabakfabrikant in Heidelberg, und der Katharina Elisabeth Linckmann;
M Marie Elisabeth (1828–66),
T des Christian Lorenz Hofmann, fürstlich Löwenstein-wertheimischer Forstrat in Kreuzwertheim, und der Marie Christine Altenfelder;
⚭ Pforzheim 1874 Clara (1850–1939, evangelisch),
T des Johann Ludwig Hermann Hofmann (
N von Buchenbergers
Gvm), badischer Oberförster in Pforzheim, und der Sofie Julie Luise von Feder.
Leben ↑
Buchenberger studierte Kameralwissenschaften in Freiburg und Heidelberg. Seit 1869 war er in verschiedenen badischen Behörden, seit 1878 im Handels- und seit 1881 im Innenministerium tätig, wo er das landwirtschaftliche Respiziat hatte. 1893 wurde er Finanzminister. - Eine 1882 in einer Anzahl typischer Gemeinden Badens durchgeführte Erhebung über die Gesamtlage der Landwirtschaft betreibenden Bevölkerung - die auch für andere Länder vorbildlich wurde - ging auf Buchenbergers Anregung zurück und war der Ausgangspunkt für eine Reihe von gesetzgeberischen und Verwaltungsmaßnahmen zur Förderung der Landwirtschaft (landwirtschaftliches Kreditwesen, Vieh- und Hagelversicherung, Gesetz über die geschlossenen Hofgüter
usw.). Als Finanzminister widmete er sich neben der Regelung der Neuordnung der Domänenpolitik (Erleichterung des Erwerbs des Eigentums an den Pachtlehen durch die Pächter) hauptsächlich steuerlichen Fragen. Das ihm angebotene Amt des Staatssekretärs des Reichsschatzamtes als Nachfolger des Grafen Posadowsky lehnte Buchenberger ab. Seine wiederholten Stellungnahmen zu wirtschaftspolitischen Tagesfragen fanden Beachtung. - 1894
Dr. phil. h. c. Freiburg, 1899
Dr. jur. h. c. Heidelberg.
Werke ↑
u. a. Ber. üb. d. Ergebnisse d. Erhebungen
üb. d. Lage d. landwirtschaftl. Bevölkerung in Baden, in:
Schmollers Jb. 10, 1886, 11, 1887; Das Verwaltungsrecht d. Landwirtschaft u. d. Pflege d. Landwirtschaft u. Fischerei, 1887,
Erg.-
Bd., 1891; Agrarwesen u. Agrarpolitik, in: Lehr- u.
Hdb. d.
polit. Oekonomie,
hrsg. v. A. Wagner,
Bd. 1 u. 2, 1892/93; Grundzüge d.
dt. Agrarpolitik. 1897,
21899; Finanzpolitik u. Staatshaushalt im
Ghzgt. Baden in
d. J. 1850-1900, 1902; Fischereirecht u. Fischereipflege,
21904.
Literatur ↑
Dt. Revue, 1904,
Bd. 2, S. 194-201;
Chronik d. Stadt Karlsruhe, 1904, S. 163-65
(P);
Zs. f. d.
ges. Staatswiss. 61, 1905, S. 131-58;
ZGORh 98, =
NF 59, 1950, S. 499
(W, L);
Bad. Biogrr. VI, S. 207-32;
F. Nicolai, in:
BJ IX, S. 29-49 (u. X, Totenliste 1904,
L).
Portraits ↑
Phot. (
Bilderslg. d. Gen.landesarchivs Karlsruhe).
Autor ↑
Paul StrackEmpfohlene Zitierweise ↑
Strack, Paul, „Buchenberger, Adolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
698
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118516604.html
Buchenberger, Adolf
Name: Buchenberger, Adolf
Lebensdaten: 1848 bis 1904
Geburtsort: Mosbach (Baden)
Sterbeort: Karlsruhe
Beruf/Lebensstellung: badischer Finanzminister; Nationalökonom
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Strack, PaulPND: 118516604