Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Brunswik von Korompa, Maria Theresia Josefa Anna Johanne Aloysia Gräfin     Brus von Müglitz, Anton >>

Brunward

Bischof von Schwerin (gewählt 1192), 14.1.1238.


LebenLiteraturAutorZitierweise

Leben  
Brunward war deutscher Herkunft, trat in jungen Jahren in das Schweriner Domkapitel ein und wurde vor 1191 Dekan. In dem Ringen um die Vormacht im Diözesangebiet zwischen den Grafen von Schwerin und den einheimischen Fürsten wurde er nach dem Tode Bernos 1191 von den letzteren gegen den Kandidaten des Kapitels, einen Sohn des Grafen Gunzelin von Schwerin, aufgestellt. Seine Wahl wurde zwar am 18.6.1195 vom Domkapitel als gültig anerkannt, die Gegensätze zwischen beiden aber erst am 15.3.1218 beigelegt, bis zu welchem Zeitpunkt sich Brunward meist außerhalb seiner Diözese aufhielt. Er gründete eine größere Zahl von Kirchen und auch Klöstern und schuf damit dem jungen Kolonialbistum einen festen organisatorischen Rahmen. Zugleich erschloß er weite Teile seines Sprengels, indem er in größerem Umfange deutsche Siedler ansetzte. In den großen Grenzstreitigkeiten mit den Bischöfen von Havelberg und vor allem Kammin, die auf Kosten Schwerins ihre Diözesen auszuweiten trachteten, vermochte er am Ende seines Lebens, nachdem er 1236/37 sogar zu den Waffen gegriffen hatte, seinem Bistum im wesentlichen dessen alten Umfang zu erhalten und darüber hinaus dessen Stellung bedeutend zu festigen.

Literatur  
A. Grimm, Die mecklenburg. Kirche unter Bischof B., 1872; K. Schmaltz, Die Begründung u. Entwicklung der kirchl. Organisation Mecklenburgs im MA, in: Mecklenburg. Jbb. 72, 1907, S. 85 ff.; ders., Kirchengesch. Mecklenburgs I, 1935; F. Salis, Die Schweriner Fälschungen, in: Archiv f. Urkk.-F 1, 1908, S. 273-354; W. Biereye, Bischof B. v. Schwerin, in: Mecklenburg. Jbb. 98, 1934, S. 101-38; K. Jordan, Die Bistumsgründungen Heinr.s d. Löwen, 1939, bes. S. 46 ff.; Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques X, Sp. 983 (L).

Autor  
Hans-Joachim Freytag
Empfohlene Zitierweise  

Freytag, Hans-Joachim, „Brunward“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 689 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd135670136.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 689

PND: 135670136
Artikel drucken

Index

Brunward

Name: Brunward
Namensvariante: Brunward von Schwerin
Lebensdaten: erwähnt 1191, gestorben 1238
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Schwerin
Konfession: katholisch
Autor NDB: Freytag, Hans-Joachim
PND: 135670136

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Brunward

PND
135670136

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope