<< Brunschwig, Hieronymus
Brunswik von Korompa, Maria Theresia Josefa Anna Johanne Aloysia Gräfin >>
Brunstäd, Hermann Friedrich Theodor
evangelischer Theologe und Philosoph,
* 22.7.1883 Hannover,
† 2.11.1944 Willershagen bei Gelbensande (Mecklenburg).
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Albert, Möbelfabrikant in Hannover;
M Karoline Prüße;
⚭ 1911 Aline,
T des Kaufmanns Adolf Ibach; 1
S.
Leben ↑
Brunstäd studierte seit 1901 in Heidelberg und Berlin Geschichte, neuere Philologie, Philosophie, Staatswissenschaften und Theologie (Promotion 1909). 1911 habilitierte er sich in Erlangen für Philosophie und wurde 1925 auf die ordentliche Professur für systematische Theologie in Rostock berufen. 1922-34 war er zugleich Leiter der evangelisch-sozialen Schule des Johannesstiftes in Spandau. Brunstäd suchte mit einem neuen Verständnis des Idealismus die rechte Synthese von Philosophie und Religion in einer „Philosophie aus dem Glauben“: Offenbarung und Glaube seien Wahrheitsgrund, Bedingung der Möglichkeit aller Wissenschaft und Kultur. Er hat damit weit über seinen Schülerkreis hinaus der Theologie ihre universale Aufgabe, die Verantwortung für das Ganze des Geistes- und Kulturlebens neu zum Bewußtsein gebracht. Eine konkrete Anwendung gab er in seiner Behandlung der Sozialethik, vor allem des ethischen Problems der Wirtschaft, nicht minder in seiner politischen Haltung. Brunstäd war ein Exponent derjenigen Kreise auf der „Rechten“ in der Weimarer Republik, die den älteren christ
|lichen Konservativismus zeitgemäß erneuern wollten und daher in entschlossener Opposition gegen die als bloß macht- und wirtschaftspolitisch empfundene Richtung Hugenberg standen. Die Theologie der Rostocker Jahre Brunstäds lebte aus dem Geiste der lutherischen Reformation.
Werke ↑
u. a. Unters,
z. Hegels Gesch.theorie, 1909; Die Staatsideen d.
polit. Parteien,
21920; Die Idee d. Religion, 1922;
Dtld. u. d. Sozialismus, 1924,
21927; Eigengesetzlichkeit d. Wirtschaftslebens?, 1925;
Ref. u. Idealismus, 1925;
Theol. als Problem, 1930; Die soziale Aufgabe d. Kirche, 1930; Das Eigentum u. seine Ordnung, 1930; Logik, 1933; Die Kirche u. ihr Recht, 1935; A. Stoecker, Wille u. Schicksal, 1935;
Allg. Offenbarung, 1935;
Theol. d.
luth. Bekenntnisschrr. (aus d. Nachlaß), 1951;
Hrsg. Hegels Vorlesung
üb. d.
Philos. d.
Gesch., 1907.
Literatur ↑
G. Kuhlmann,
B. u. Tillich, 1928;
RGG.
Autor ↑
Paul AlthausEmpfohlene Zitierweise ↑
Althaus, Paul, „Brunstäd, Hermann Friedrich Theodor“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
688-689
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118667769.html
Brunstäd, Friedrich
Name: Brunstäd, Friedrich
Namensvariante: Brunstäd, Hermann Friedrich Theodor
Lebensdaten: 1883 bis 1944
Geburtsort: Hannover
Sterbeort: Willershagen bei Gelbensande (Mecklenburg)
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe; Philosoph
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Althaus, PaulPND: 118667769