<< Brunner, Heinrich
Brunner, Leonhard >>
Brunner, Johann Conrad von (seit 1711)
Arzt,
* 16.1.1653 Dießenhofen (Schweiz),
† 2.10.1727 Mannheim. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus dem Aostatal im thurgauischen Dießenhofen eingewandertes und 1573 eingebürgertes Geschlecht, das eine Reihe namhafter Ärzte hervorgebracht hat;
V Eduard, Bürgermeister.
Leben ↑
Nach Privatunterricht bei Pfarrer J. J. Denzler studierte Brunner Medizin in Straßburg und bildete sich nach der Promotion namentlich bei J. G. Duverney (Paris) in der Anatomie weiter. Nach zehn Jahren Landpraxis und Forschungsgemeinschaft mit J. J. Wepfer, J. C. Peyer
u. a. wurde Brunner nach einer ärztlichen Beratung am kurpfälzischen Hof als Professor der Anatomie und Physiologie an die Universität Heidelberg berufen, an der er einen vorübergehenden Aufschwung herbeiführte. Die wissenschaftlichen Verdienste Brunners liegen auf dem Gebiet der Anatomie, wo er die nach ihm benannten Drüsen des Duodenum genau beschrieb, der Physiologie (experimentelle Teil-Exstirpation des Pankreas mit erster Beschreibung der Symptome des Pankreasdiabetes) und der pathologischen Anatomie (namentlich der Mißbildungen des Zentralnervensystems).
Werke ↑
Experimenta nova circa pancreas, Amsterdam 1683, Leyden
21722; Deglandulis in intestino duodeno, Heidelberg 1687, Schwabach 1688; viele
Btrr. in d. „Miscellanea curiosa“, Leipzig 1640 bis
ca. 1840.
Literatur ↑
ADB III;
C. Brunner u. W.
v. Muralt, Aus d. Briefen hervorragender Schweizer Ärzte d. 17.
Jh., Basel 1919;
R. H. Major, J. C.
B. and his experiments on the pancreas, in:
Ann. of
Med. History.
|3rd series, New York 1941, 91-100;
H. Buess, Der
Btr. d. Schweizer Ärzte
z. d. „Miscellanea curiosa“ d.
dt. Ak. d. Naturforscher, in: Sudhoffs Archiv 37, 1953, S. 1-23;
BLÄ I.
Autor ↑
Heinrich BuessEmpfohlene Zitierweise ↑
Buess, Heinrich, „Brunner, Johann Conrad von“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
682 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd12175376X.html
<< Brunner, Heinrich
Brunner, Philipp Joseph >>
Brunner, Johann Konrad
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Brunner: Joh. Konrad B., Arzt, den 16. Januar 1653 in Dießenhofen (bei Schaffhausen) geboren, 1672 in Straßburg zum Doctor der A.W. promovirt, folgte, nachdem er während eines längeren Aufenthaltes in Paris, London und Amsterdam seine medicinische, und namentlich anatomische Ausbildung vervollkommnet hatte, 1687 einem Rufe als ord. Prof. nach Heidelberg, gab diese Stellung jedoch schon ein Jahr später auf und kehrte in seine Heimath zurück; 1695 wurde er zum Leibarzte des Kurfürsten von der Pfalz, Johann Wilhelm, ernannt, dem er nach Düsseldorf folgte und von dem er unter dem Titel "Brunn v. Hammerstein" in den Adel erhoben wurde; auch bei dem Nachfolger desselben, Karl Philipp, verblieb er in gleicher Stellung bis zu seinem am 2. Oct. 1727 erfolgten Tode. —
B. gehört zu den bedeutendsten deutschen Anatomen des 17. Jahrhunderts; am bekanntesten und bedeutendsten sind seine "Experimenta nova circa pancreas", 1682 und "Diss. de glandulis in duodeni intestino detectis", 1687; die dankbare Nachwelt hat in Anerkennung der in dieser letztgenannten Schrift mitgetheilten Entdeckungen Brunner's Name in den "Glandulae Brunnerianae" verewigt. Ein Verzeichniß seiner Schriften findet sich in Haller, Bibl. anat. I.596.
Autor ↑
Aug. Hirsch.Empfohlene Zitierweise ↑
Hirsch, August, „Brunner, Johann Konrad“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
3
(1876), S.
447
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd12175376X.html?anchor=adb
Brunner, Johann Conrad von
Name: Brunner, Johann Conrad von
Namensvariante: Brunner, Johann Konrad
Lebensdaten: 1653 bis 1727
Geburtsort: Dießenhofen (Schweiz)
Sterbeort: Mannheim
Beruf/Lebensstellung: Arzt
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Buess, HeinrichAutor ADB:
Hirsch, AugustPND: 12175376X