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NDB-Artikel

<< Brunn, Hermann Karl     Brunn, Balthasar von >>

Brunn, Walter Albert Ferdinand von

Chirurg und Medizinhistoriker, * 2.9.1876 Göttingen, 21.12.1952 Leipzig. (lutherisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Albert (1849–95), Professor der Anatomie in Rostock, S des Ferdinand, Anhalt-Köthenscher Regierungssekretär, und der Antonie Guticke; Ur-Gvv Johann Wilhelm von Brunn (seit 1835, 1779-1869), Anhalt-Köthenscher Leibarzt, Ov von Heinrich s. (1); M Fanny, T des Albert Stelzner, Pastor in Hubertusburg-Wermsdorf (Sachsen), und der Alwine Petrick; Vt Maximilian (1875–1924), Chirurg in Bochum; Ribnitz 1910 Else, T des Kaufmanns Range; 1 S, 1 T.

Leben  
Brunn studierte bis 1899 in Göttingen und Rostock und ließ sich als Schüler Karl Garrès und Ernst von Bergmanns 1905 als Chirurg in Rostock nieder. Nach Verlust des rechten Armes infolge septischer Infektion bei einer Kriegsoperation 1918 stellte er sich ganz auf die Geschichte der Medizin um, arbeitete unter Karl Sudhoff in Leipzig, habilitierte sich 1919 in Rostock, wurde dort 1924 außerordentlicher Professor und 1934 Ordinarius für Medizingeschichte und Direktor an dem 1938 auf seine Initiative hin so genannten „Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften“. Als Medizinhistoriker erwies er sich schon in seiner Habilitationsschrift|„Die Stellung des Guy de Chauliac in der Chirurgie des Mittelalters“ als einer der gründlichsten Kenner der Chirurgiegeschichte. Zum Standardwerk wurde seine 1928 erschienene „Kurze Geschichte der Chirurgie“. Brunn gehörte vielen wissenschaftlichen Gesellschaften an. Seit 1935 war er Mitglied, 1947 bis 51 Vizepräsident der Leopoldina in Halle.

Werke  
Weitere W Gesch. d. Chirurgie, 1948; über 200 Veröff. (chirurg., schulärztl. u. medizinhist. Themen).

Literatur  
R. Zaunick, Aus W. v. B.s bisherigem Leben u. Schaffen, in: Sudhoffs Archiv f. Gesch. d. Med. u. d. Naturwiss. 34, 1941, S. 1-10 (W-Verz. v. I. Sallentin, S. 10-28, P); J. Steudel, in: FF 26, 1950, S. 30 f.; Die Medizinische, 1953, S. 205 (P).

Portraits  
Großporträt in Rötel v. Feuchtinger, 1937 (Hörsaal d. K. Sudhoff-Inst. in Leipzig).

Autor  
Wilhelm Katner
Empfohlene Zitierweise  

Katner, Wilhelm, „Brunn, Walter Albert Ferdinand von“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 680 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11763817X.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S.  680 f.
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S. 679*

PND: 11763817X
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Index

Brunn, Walter von

Name: Brunn, Walter von
Namensvariante: Brunn, Walter Albert Ferdinand von
Lebensdaten: 1876 bis 1952
Geburtsort: Göttingen
Sterbeort: Leipzig
Beruf/Lebensstellung: Chirurg; Medizinhistoriker
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Katner, Wilhelm
PND: 11763817X

Weitere Informationen

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Brunn, Walter von

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11763817X

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