<< Brück, Gregor
Brücke >>
Brück, Heinrich
Kirchenhistoriker, seit 1900 Bischof von Mainz,
* 25.10.1831 Bingen/Rhein,
† 5.11.1903 Mainz.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Bingen ansässiger Küferfamilie;
V Andreas (
† 1849), Küfer und Bierbrauer;
M Anna Maria,
T des Quirin Köhler, Schullehrer, und der Martha Baldenweg.
Leben ↑
Brück lernte das Küferhandwerk, bereitete sich aber daneben, von
Jos. Hirschel privat unterrichtet, auf die Maturitätsprüfung vor, die er als Externer Ostern 1851 in Darmstadt ablegte. Nach den theologischen Studien im neu errichteten Mainzer Priesterseminar wurde Brück am 30.3.1855 in Speyer zum Priester geweiht. Nach einjähriger Tätigkeit als Kaplan in Nieder-Olm wurde er 1856/57 Schüler Ignaz von Döllingers in München und nach einem längeren Studienaufenthalt in Rom im Winter 1857 Dozent, 1861 Professor der Kirchengeschichte, 1887 auch des Kirchenrechts im Mainzer Priesterseminar. Brücks Schrift über die rheinische Aufklärung (1865), die ihm den Würzburger theologischen Doktor eintrug, und sein Beitrag über die Aufklärung im Kirchenlexikon bestimmten für Jahrzehnte die katholische Beurteilung jener Zeit. Seit 1889 Domkapitular, wurde er 1899 zum Bischof von Mainz gewählt.
Werke ↑
Die ralionalist. Bestrebungen im
kath. Dtld., 1865;
Gesch. d. oberrhein. Kirchenprov., 1868; Die Erzbischofswahl in Freiburg u. d.
bad. Regierung, 1869;
Ad. Fr. Lennig, 1870;
Lehrb. d.
Kirchengesch., 1874,
91906 (
Hist. of the church catholic, übers,
v. E. Pruente, 2
Bde., New York 1885, Manuel de l'
hist. de l'église, übers,
v. G. Gillet, 3
Bde., Paris 1887, Manuale di storia ecclesiastica, übers,
v. C. Castelletti, Bergamo 1897); Das irische Veto, 1879; Die geh. Gesellschaften in Spanien, 1881; J. J. Hirschel, 1885; Dr. Chr. Moufang, 1890;
Gesch. d.
kath. Kirche in
Dtld. im 19.
Jh.,
Bd. 1-5, 1887-1905,
Bd. 4/2,
hrsg. v. J.
B. Kissling.
Literatur ↑
(L. Bendix,) H.
B. Bischof
v. Mainz 1831-1903, 1903;
J. Schäfer, in: Der Katholik 83, 1903, II, S. 481-99;
F. Lauchert, in:
BJ VIII, S. 246 (Totenliste 1903,
L);
LThK;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques X,
Sp. 882 f.;
Enc. Catt. III, 1949.
Portraits ↑
Ölgem. v. Wüsten (Priesterseminar Mainz); Holzschnitt in:
LIZ 114, 1900, S. 27.
Autor ↑
Anton Ph. BrückEmpfohlene Zitierweise ↑
Brück, Anton Ph., „Brück, Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
654
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119264609.html
Brück, Heinrich
Name: Brück, Heinrich
Lebensdaten: 1831 bis 1903
Geburtsort: Bingen/Rhein
Sterbeort: Mainz
Beruf/Lebensstellung: Kirchenhistoriker; Bischof von Mainz
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Brück, Anton Ph.PND: 119264609