<< Bronsart von Schellendorf
Bronsart von Schellendorf, Paul Leopold Eduard Heinrich Anton >>
Bronsart von Schellendorf, Hans August Alexander
Komponist,
* 11.2.1830 Berlin,
† 3.11.1913 München. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Heinrich (1803–74), preußischer General, seit 1864 Direktor des Militär-Ökonomie-Deptartements, 1866 Generalintendant der Armee,
S des Ewald Christoph, preußischer Offizier, und der Christine Schwiderowius aus Pfarrerfamilie;
M Antoinette (1810–73),
T des Kaufmanns Daniel Louis Drège in Kassel und der Marianne Christine Diederich aus Beverungen;
B Paul s. (2), Walter (siehe Genealogie zu 2);
⚭ Königsberg (Preußen) 1861 Ingeborg Starck (1840–1913), Pianistin, ausgebildet bei Martinow, A. Henselt u. F. Liszt, trat ebenfalls mit zu ihrer Zeit beachteten Kompositionen hervor.
Leben ↑
Bronsart von Schellendorf studierte 1849-52 an der Universität Berlin, gleichzeitig Musiktheorie bei Siegfried Dehn und später bei Franz Liszt in Weimar. 1860-02 war er Dirigent der Euterpe-Konzerte in Leipzig, 1865/66 als Nachfolger Hans von Bülows der Gesellschaft der Musikfreunde in Berlin. 1867 erfolgte die Ernennung zum Intendanten des königlichen Theaters Hannover und 1887 zum Generalintendanten des Hoftheaters Weimar. Bronsart von Schellendorf knüpfte in seinem kompositorischen Schaffen bei der Lisztschen Richtung der Symphonischen Dichtung an, jedoch vermochte er in einzelnen Werken zu einer persönlichen, eigenen Aussage vorzudringen, so besonders in dem Klavierwerk „Nachklänge aus der Jugendzeit“ (Elegie und Vision).
Werke ↑
u. a. Trio g (Weimar); Klavierkonzert fis (Hannover); Frühlingssinfonie „In d. Alpen“ (mit Chor), 1896; 2. Symphonie c (Schicksalsgewalten); Kantate „Christnacht“; Streichsextett;
v. Ingeborg; Klavierfantasie gis, op. 18; Lieder, op. 25 und 26; Cellostücke, op. 13-15; 4 Opern: Göttin zu Sais; Jery und Bätely (nach Goethe), 1877; Hjarne, 1891; Sühne, 1909.
Literatur ↑
H. Kretzschmar,
Ges. Aufsätze I, 1911, S. 122 ff.;
BJ XVIII (Totenliste 1913,
L);
Riemann;
Moser,
31951.- Zu
V Heinr.: Priesdorff VI, S. 506 f.
(P);
E.
v. d. ölsnitz, in:
Altpreuß. Biogr. I, 1941
(L).Portraits ↑
Holzschnitt in:
LIZ 96, 1891, S. 17.
Autor ↑
Günther SchmidtEmpfohlene Zitierweise ↑
Schmidt, Günther, „Bronsart von Schellendorf, Hans August Alexander“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
636
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117735728.html
Bronsart von Schellendorf, Hans
Name: Bronsart von Schellendorf, Hans
Namensvariante: Bronsart von Schellendorf, Hans August Alexander
Lebensdaten: 1830 bis 1913
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Komponist
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Schmidt, GüntherPND: 117735728