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Albrecht, Carl Adolf Friedrich Nicolaus >>
Albrecht, Johann Lorenz
Musikschriftsteller und Komponist,
* 8.1.1732 Görmar bei Mühlhausen (Thüringen),
† 29.11.1768 Mühlhausen. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Christoph Albrecht, Schultheiß;
M Hedwig,
T des Schulmeisters Johann Caspar Klotz in Höngeda bei Mühlhausen;
⚭ 5.8.1759 Anna Sophie,
T des Superintendenten Paul Adolf Frohne in Mühlhausen; kinderlos.
Leben ↑
Albrecht studierte 1752-56 in Leipzig Theologie, trieb daneben Musikstudien und wirkte seit 1758 als Gymnasiallehrer und Kantor bei
St. Marien in Mühlhausen. Er kam durch eigene gelehrte, von wahrem Kunstgefühl erfüllte Werke über die Tonkunst zu Ansehen, wie auch durch die Herausgabe von J. Adlungs „Musica mechanica organoedi“ und „Musikalisches Siebengestirn“ (beide Berlin 1768) und von A. Steffanis „Quanta certezza“ unter dem Titel „Steffani's Sendschreiben mit Zusätzen und einer Vorrede“ (Mühlhausen 1760). Im theoretischen Streit zwischen F. W. Marpurg und G. A. Sorge über die Grundlagen des Harmoniesystems stand Albrecht auf Marpurgs Seite.
Werke ↑
u. a. Kantate auf d. 23. Sonntag nach Trinitatis, Mühlhausen 1758; Die Historia
v. d. bittern Leiden und Sterben unsers Herrn, nach Markus, ebenda 1759; Gründl. Einleitung in d. Anfangslehren d. Tonkunst, Langensalza 1761; Beweis, daß auch d.
dt. Sprache würdig sei, sie zu studieren, Leipzig 1762;
Abh. üb. d. Frage: ob d. Musik beim Gottesdienst d. Christen zu dulden sei
od. nicht, Berlin 1764; Versuch einer
Abh. v. d. Ursachen d. Hasses, welchen einige Menschen gegen d. Musik blicken lassen, Frankenhausen 1765; ferner Klavierkompositionen.
Literatur ↑
ADB I;
H. Wetterling, J. L.
A., in: Mühlhausener Heimatbl. (Beibl. d. Mühlhausener
Anz.), 1932,
Nr. 12, u. 1933,
Nr. 1;
E. Bernsdorf, Neues Universallex. d. Tonkunst I, 1856;
Fétis,
Biogr. I,
21860
(W);
Grove I, London
31927;
Riemann;
MGG Suppl.Autor ↑
Carl BenedictEmpfohlene Zitierweise ↑
Benedict, Carl, „Albrecht, Johann Lorenz“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
182
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116283831.html
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Albrecht, Joseph Christian >>
Albrecht, Johannn Lorenz
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Albrecht: Johannn Lorenz
A.
, Magister, Cantor und musikalischer
Schriftsteller, geb 8. Jan. 1732 in dem Dorfe Görmar bei
Mühlhausen in Thüringen, † 1773. Zum
Gelehrten bestimmt, kam er am 6. Sept. 1746 auf das Gymnasium zu
Mühlhausen, war im Clavierspiel und Generalbaß seit April 1747
Schüler des Organisten an der dortigen Obermarktkirche Phil.
Christoph Rauchfuß, und studirte daneben fleißig die älteren und
neueren Musikschriftsteller. Ostern 1752 bezog er die Universität
Leipzig, wurde am 20. Mai 1754 Candidat des geistlichen
Ministeriums und am 28. Oct. 1758 Quartus am Gymnasium, sowie
Cantor und Musikdirector an der Hauptkirche B.
Mariae virginis zu Mühlhausen, in welchen Aemtern er bis zum
Tode verblieb. 1761 ward er Magister der Philosophie, am 19. Mai
1762 Mitglied der deutschen Gesellschaft auf der Universität
Altdorf, endlich am 23. Febr. 1763 kaiserlich gekrönter Poet. Eine
ausführliche Biographie gibt Marpurg, Krit. Briefe III. 1 ff.
Literatur ↑
Im Druck erschienen sind von seinen Arbeiten a) Compositionen:
"Cantate auf den 23. Sonntag nach Trinitatis, zum Antritte seines
Cantorats", von ihm auch gedichtet, Mühlhausen, Brückner; "Die
Historia von dem bittern Leiden und Sterben unsers Herrn etc. nach
Marcus", 1759, Selbstverlag; "Musikalische Aufmunterung für die
Anfänger des Claviers", Augsburg, Lotter's Erben, 1760;
"Musikalische Aufmunterung", Berlin 1763; "Texte und Musik für das
Friedensdankfest am 14. April 1763", Mühlhausen. b) Schriften:
"Gründliche Einleitung in die Anfangslehren der Tonkunst",
Langensalza 1761; "Abhandlungen über die Frage, ob die Musik bei
dem Gottesdienste der Christen zu dulden sei oder nicht?" Berlin
1764; "Urtheil in der Streitigkeit zwischen Marpurg und Sorge";
und "Nachricht etc. von der Kirchenmusik zu Mühlhausen", beide in
Marpurg's Beiträgen V. 269 und 381; "Vom
Hasse der Musik", Frankenhausen 1765; "Beiträge zur Historie der
Musik", in Marpurg's krit. Briefen III.
6—52; "D.
A.
Steffani's Sendschreiben etc., übersetzt mit Vorrede
und Zusätzen", Mühlhausen 1760 (die bekannte Schrift von Agostino
Steffani: Quanta certezza habbia da suoi
Principii la Musica, Amsterdam 1695; schon 1700 von
Werkmeister übersetzt, aber schlecht). Als Herausgeber hat
A.
noch Verdienst um die beiden Adlung'schen Schriften:
"Musica mechanica organ.", und das
"Musikalische Siebengestirn", beide Berlin 1768.
Autor ↑
v. Dommer.
Empfohlene Zitierweise ↑
Dommer, Arrey von, „Albrecht, Johannn Lorenz“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
321
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116283831.html?anchor=adb
Albrecht, Johann Lorenz
Name: Albrecht, Johann Lorenz
Lebensdaten: 1732 bis 1768 oder 1773
Geburtsort: Görmar bei Mühlhausen (Thüringen)
Sterbeort: Mühlhausen
Beruf/Lebensstellung: Musiker; Musikschriftsteller; Komponist; Kantor
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Benedict, CarlAutor ADB:
Dommer, Arrey vonPND: 116283831