<< Massow, Julius Eberhard
Mataja. >>
Massow, Ludwig
preußischer Minister d. Königlichen Hauses,
* 11.6.1794 Berlin,
† 2.9.1859 Potsdam.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Valentin (1752–1817), Obermarschall d.
Kgr. Preußen;
M Charlotte Auguste
Joh. Luise (1766–1835),
T d.
preuß. Staatsmin. Joachim Christian
Gf. v. Blumenthal u. d. Katharina
v. d. Gröben;
⚭ 1) Berlin 1823 Hermine (1796–1846),
T d. Alexander
Gf. v. d. Schulenburg auf Emden u. d. Caroline
v. Alvensleben, 2) Berlin 1849 Auguste (1822–1904
, ⚭ 2) Ferdinand Stiehl, 1812–78, ev. Theol., Volksschulreformer, preuß. Wirkl. Geh. Oberreg.rat, s. ADB 36),
T d. Karl
Frhr. v. Canitz (1787–1850),
preuß. Gen. u.
Außenmin. (s.
NDB III), u. d. Auguste
v. Schmerfeld; 8
K aus 1)
u. a. Anton (1831–1921),
preuß. Gen. d.
Inf. (s.
Priesdorff X,
P); 2
T aus 2).
Leben ↑
M. trat 1809 beim 1. Garde-
Rgt. zu Fuß in Potsdam ein. 1811 wurde er Offizier und nahm an den Befreiungskriegen teil. Durch Kaufverträge mit seinen Brüdern erwarb er 1823 aus der väterlichen Erbmasse das Gut Demnitz, wo er sich landwirtschaftlich betätigte. Als Kammerherr und Hofmarschall des Kronprinzen, des späteren
Kg. Friedrich Wilhelm IV., trat er diesem persönlich näher.
|In ihren Aufzeichnungen „Das Leben am
preuß. Hofe 1815-1852“ (1908) hat Karoline
v. Rochow die Persönlichkeit
M.s geschildert. Sie vermißte zwar das Großartige in seinem Charakter, hob jedoch seine Treue und Tüchtigkeit lobend hervor. 1835 wurde
M. zum Hofmarschall ernannt und erhielt 1837 die Intendantur der
Kgl. Gärten. Nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms IV. 1840 verwaltete
M. die Schatullgüter und wurde zum
Wirkl. Geh. Rat ernannt. 1843 wurde er in den
Preuß. Staatsrat berufen. Nach dem Ausbruch der 1848er Revolution stand er auf der Seite des Königs. Er unterhielt Kontakte mit den Brüdern
v. Gerlach und anderen Konservativen, ist jedoch nicht der
sog. „Hofkamarilla“ zuzurechnen, weil er sich politisch nicht betätigte. 1850 wurde
M. dem Ministerium des
Kgl. Hauses zugeordnet, dessen Leitung er im März 1854 mit dem Rang eines Staatsministers übernahm. 1856 berief ihn Friedrich Wilhelm IV. zum
Wirkl. Staatsminister mit Gewährung von Sitz und Stimme im Ministerium. 1859 schied er auf eigenen Wunsch aus dem Staatsministerium aus.
Literatur ↑
W. Hubatsch (
Hrsg.), Grundriß
z. dt. Verwaltungsgesch. 1815-1945,
Bd. 12 „Preußen, Zentralbehörden“,
bearb. v. F. W. Wehrstedt, 1978.
Autor ↑
Stefan HartmannEmpfohlene Zitierweise ↑
Hartmann, Stefan, „Massow, Ludwig“,
in: Neue Deutsche Biographie
16
(1990), S.
362 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116836482.html
Massow, Ludwig von
Name: Massow, Ludwig von
Lebensdaten: 1794 bis 1859
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Potsdam
Beruf/Lebensstellung: Wirklicher Geheimer Rat; preußischer Minister des Königlichen Hauses
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Hartmann, StefanPND: 116836482