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Briefer, Nikolaus >>
Brie, Friedrich Daniel Wilhelm
Anglist,
* 21.11.1880 Breslau,
† 12.9.1948 Freiburg (Breisgau). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Siegfried (1838–1931), Professor des Staats- und Kirchenrechts in Heidelberg, Rostock und Breslau, dessen Theorie der Staatenverbindungen für die weitere Entwicklung der Lehre grundlegende Bedeutung gewann,
S des Samuel Isaac, Kaufmann in Hamburg, und der Jeanette Bromberg;
M Sophie (
† 1887),
T des Professors der evangelischen Theologie Daniel Schenkel (1813–85) in Heidelberg und der Marie von Waldkirch;
⚭ 1907 Käthe,
T des Profesors der Philosophie Benno Erdmann (1851–1921) in Berlin; 1
S, 3
T.
Leben ↑
Anfänglich der textkritischen und stoffgeschichtlichen Methode A. Brandls (1902 Promotion Berlin) und W. Viëtors (1905 Habilitation Marburg) verpflichtet, die er in der Edition des mittelenglischen „Brut“ bewährte (1905/06), trug Brie seit seiner Berufung nach Freiburg (1910) wesentlich zur Entwicklung einer neueren, vorab geistesgeschichtlich orientierten Anglistik bei. Umfassende Stoffbeherrschung und Blick für gesamteuropäischen Probleme zeichneten neben zahlreichen Einzelstudien vor allem Bries Hauptwerke: „Imperialistische Strömungen in der englischen Literatur“ (1916,
21923) und „Die nationale Literatur Schottlands … bis zur Renaissance“ (1937) aus. Obwohl durch mehrere Rufe geehrt und im Ausland angesehen, wurde Brie 1937 zwangsemeritiert; 1945 übernahm er wieder seinen Freiburger Lehrstuhl. Eine Carlyle-Monographie blieb unvollendet.
Werke ↑
Weitere W s. Kürschner, Gel.-Kal. 1926;
Engl. Rokokoepik, 1927;
MA u. Antike
b. Lydgate, in:
Engl. Stud., 1929;
Lit. Biedermeier in England,
|in:
Vjschr. f.
Lit.wiss. u.
Geistesgesch., 1935; Thomas More der Heitere, in:
Engl. Stud., 1936;
Franz. Frühhumanismus in England, in: Anglia, 1937; Machtpolitik u. Krieg in d. Utopie d. Sir Thomas More, in:
HJb. 61, 1941; Walt Whitmans dichterprophet. Anfänge, in: Anglia, 1942; Carlyle u. Goethes Symbolum, ebenda; Theokrat. Ideen
b. Th. Carlyle, in:
HJb. 62-69, 1942-49; Helden u. Heldenverehrung
b. Carlyle, 1948.
Literatur ↑
C. Bauer, in:
HJb. 62-69, 1942-49;
E. Th. Sehrt, in:
Neuphilol. Zs., 1949;
Wi. X
(W). - Zu Siegfr.: Festgabe d. Breslauer
Juristenfak. f.
B. z. 50jähr. Doktorjubiläum, 1912;
Wi. VIII
(W);
Unterlagen
v. H. Helfritz, Erlangen.
Autor ↑
Ernst Theodor SehrtEmpfohlene Zitierweise ↑
Sehrt, Ernst Theodor, „Brie, Friedrich Daniel Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
610-611
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116507896.html
Brie, Friedrich
Name: Brie, Friedrich
Namensvariante: Brie, Friedrich Daniel Wilhelm
Lebensdaten: 1880 bis 1948
Geburtsort: Breslau
Sterbeort: Freiburg (Breisgau)
Beruf/Lebensstellung: Anglist
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Sehrt, Ernst TheodorPND: 116507896