<< Brennecke, Carl Wilhelm Adolf
Brenneke, Johann Friedrich Robert Adolf >>
Brennecke, Ludwig Nathaniel August
Hafenbauingenieur,
* 6.3.1843 Leitzkau bei Magdeburg,
† 10.4.1931 Buchschlag bei Frankfurt/Main. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Christoph (1804–70), Pastor,
S des Landwirts Johann Christoph und der Johanna Reinecke;
M Bertha (1811–83,
Tante des Schriftstellers Paul Heyse,
† 1914),
T des Johann Christian Heyse, Schuldirektor in Nordhausen und Magdeburg, und der Pfarrerstochter Sophie Bussenius;
⚭ Carow bei Genthin 1871 Maria (1845–1924),
T des Albert Dreyer, preußischer Steuerbeamter in Bernburg, und der Anna Näther; 2
S, 2
T.
Leben ↑
Brennecke studierte Maschinenbau auf der Gewerbe-Akademie Berlin, wandte sich nach drei Jahren dem Bauingenieurfach zu und war im Eisenbahndienst beim Bau der Elbbrücken in Hämmerten, Dömitz und Lauenburg beschäftigt. Nach sechsjähriger Tätigkeit in Rußland (Bau der Newabrücke und Entwurf anderer schwieriger Brücken) wurde er Hilfsarbeiter im Reichs-Marine-Amt in Berlin, war 1886-91 beim Bau des Nord-Ostseekanals tätig und übernahm hiernach Entwurfs- und Bauleitungsarbeiten bei der Marine-Werft Kiel für Trockendocks
u. a. Hafenbauten. - 1895 kam Brennecke als Marine-Hafenbaudirektor zur Kriegsmarinewerft nach Wilhelmshaven, wo er die durch die Tirpitzschen Flottenpläne erforderlich gewordenen großen Hafenerweiterungen durch 3 Trockendocks, die 3. Hafeneinfahrt mit Molen und Doppelschleuse, ein neues Hafenbecken und Werkstätten auszuführen hatte. - Technisch hervorragend begabt, hatte Brennecke neben sehr guten Kenntnissen aus dem Maschinenbaufach außergewöhnlich große Erfahrungen auf dem Gebiet des Bauingenieurwesens, von denen die aus dem schwierigen Gebiet der Unterwassergründungen besonders zu erwähnen sind. Hinzu kam die Gabe, das bei seinen vielen Bauten selbst Erlebte anschaulich darzustellen. Seine Werke haben seinen Namen auch im Ausland bekannt gemacht. - Dr.-
Ing. e. h. TH Dresden 1905.
Werke ↑
Der Grundbau, 1886,
Bd. 1,
41927,
Bd. 2,
41930 (mit Lohmeyer,
in mehrere Fremdsprachen übers.); Schiffsschleusen, in:
Hdb. d.
Ingenieurwiss., 1906; Aufsätze in:
Dt. Bauztg., 1882, 1887;
Zs. d. Architekten- u.
Ingenieurver. Hannover, 1882:
Zbl. d. Bauverwaltung, 1883, 1884, 1886, 1891.
Literatur ↑
Techn. Lit.-
Kal., 1926, S. 71
(W);
G. de Thierv, in;
Der Bauingenieur 12, 1931, S. 397
(P);
H. Rollmann, in: Die Bautechnik 9, 1931, S. 345
(P);
ders., in:
VDI-
Nachrr. 11, 1931, H. 18, S. 11 f.;
Zbl. d. Bauverwaltung, 1931, S. 297.
Autor ↑
Alfred EckhardtEmpfohlene Zitierweise ↑
Eckhardt, Alfred, „Brennecke, Ludwig Nathaniel August“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
585 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137214464.html
Brennecke, Ludwig
Name: Brennecke, Ludwig
Namensvariante: Brennecke, Ludwig Nathaniel August
Lebensdaten: 1843 bis 1931
Geburtsort: Leitzkau bei Magdeburg
Sterbeort: Buchschlag bei Frankfurt/Main
Beruf/Lebensstellung: Hafenbauingenieur
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Eckhardt, AlfredPND: 137214464