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NDB-Artikel

<< Brendel.     Brendel, Karl Franz >>

Brendel, Christian Friedrich

Bergingenieur, * 26.12.1776 Neustädtel bei Schneeberg (Erzgebirge), 20.11.1861 Freiberg (Sachsen). (lutherisch)


GenealogieLebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
Vorfahren Bergleute; V Conrad, Bergarbeiter in Neustädtel, S des Conrad, Berghäuer, und der Maria Rosina Vogel, Berghäuerstochter; M Joh. Maria, T des Christoph Friedrich Tauß, Wagner und Stadtrichter in Neustädtel, und der Maria Sophia Reuter, Landfuhrmannstochter; Salza bei Nordhausen 1803 Wilh. Friederike Gelbing; 3 S, u. a. Karl Franz s. (2).

Leben  
Brendel bezog als Schneeberger Bergmann 1797 durch Vermittlung Carl Gottfried Baldaufs die Bergakademie Freiberg, wo er, durch ein Stipendium und Grubenarbeit sein Studium|bestreitend, von Trebra und A. G. Werner gefördert wurde. Er wurde 1802 nach dem Mansfeldischen, dem Harz und hauptsächlich nach England zum Maschinenstudium auf eine Dienstreise geschickt, die sich der Kriegsläufte wegen bis 1805 hinzog. Darauf als Salinenbaumeister nach Dürrenberg (Kreis Merseburg) versetzt, modernisierte er hier wie auf den benachbarten Salinen das gesamte Maschinenwesen. 1811 wurde er Kunstmeister, übernahm aber erst 1814 sein Amt in Freiberg. 1817 erhielt er den Titel Maschinendirektor, 1846-51 war er Bergrat im Oberbergamt. - Der sächsische Bergbau verdankt ihm zahlreiche Neubauten, Verbesserungen und Gutachten auf maschinellem Gebiet, insbesondere mehrere Wassersäulen- und für seine Zeit (1808 ff.) meisterhafte Dampfmaschinen sowie die erste Schienenbahn Deutschlands (1829). Mit S. A. W. v. Herder und F. Reich war Brendel 1832 an der Einführung des Metersystems in Sachsen beteiligt und führte mit diesem 1831 die Fallversuche zur Bestimmung der Achsenumdrehung der Erde aus.

Literatur  
P. Roch, Ch. F. B. u. die erste v. ihm gebaute Dampfmaschine, in: Jb. f. d. Berg- u. Hüttenwesen im Kgr. Sachsen, 1905, S. A 8-16; A. F. Wappler, Oberberghptm. v. Trebra u. d. drei ersten sächs. Kunstmeister Mende, Baldauf u. B., in: Mitt. d. Freiberger Altertumsver. 41, 1905, S. 151-78 (L, P); s.a. ebenda 39, 1903, S. 90 u. ö., 51, 1917, S. 37 u. 60; C. Matschoß, Die Entwicklung d. Dampfmaschine I, 1908, S. 162; ders., Btrr. z. Cesch. d. Technik u. Industrie I, 1909, S. 275; C. Schiffner, Aus d. Leben alter Freiberger Bergstudenten I, 1935, S. 94-97 (P).

Portraits  
Phot. (Freiberg, Stadt- u. Bergbaumus.); Pastellbild (im Bes. v. Martin Richter, Leipzig).

Autor  
Bruno Sauer
Empfohlene Zitierweise  

Sauer, Bruno, „Brendel, Christian Friedrich“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 582-583 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd123777151.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 582-583
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S.  583*
NDB 23 (2007), S. 751 in Artikel Schumann, Carl

PND: 123777151
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Index

Brendel, Christian

Name: Brendel, Christian
Namensvariante: Brendel, Christian Friedrich
Lebensdaten: 1776 bis 1861
Geburtsort: Neustädtel bei Schneeberg (Erzgebirge)
Sterbeort: Freiberg (Sachsen)
Beruf/Lebensstellung: Bergingenieur
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Sauer, Bruno
PND: 123777151

Weitere Informationen

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Brendel, Christian

PND
123777151

Normdaten
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