<< Breit, Franz Xaver
Breitengraser, Wilhelm >>
Breitenauer, Ignaz Alexander
Bildhauer, getauft 3.5.1757 Eichstätt,
† 4.5.1838 Eichstätt. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Jos. Anton (1722–85), Bildhauer, der den Altar mit den 4 Patronen der Fakultäten im Bürgersaal S. Maria Vittoria in Ingolstadt und als bedeutendstes Werk das Grabdenkmal des Dompropstes Marquardt Wilhelm Graf von Schönborn im Dom zu Eichstätt schuf,
S des Schreinermeisters in Hochaltingen (Ries) Joseph und der Katharina Burmichl;
M Maria Anna (1728–90),
T des Bäckers Andreas Baier zu Eichstätt; ledig.
Leben ↑
Breitenauer war Schüler seines Vaters, kam 1774 zu G. Angerer nach Freising, dann zu Ignaz Ingerl in Augsburg und 1777 nach München. Hier besuchte er die Maler- und Bildhauerakademie und wurde Schüler von R. A. Boos, der den stärksten Einfluß auf ihn ausübte. Breitenauer beteiligte sich an dem Statuenschmuck des Nymphenburger Parkes und führte nach Modellen von R. A. Boos Apoll, Diana, Bacchus und Ceres aus. 1785 erhielt er den Hofschutz des Fürstbischofs von Eichstätt und ließ sich für dauernd in seiner Vaterstadt nieder. Nach Aufhebung des Fürstbistums wurde Breitenauer dort Gymnasial-Zeichenlehrer. Der „originellste Kopf unter den bayerischen Bildhauern“ der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert (A. Feulner), wurde Breitenauer trotz seiner akademischen Schulung kein regelrechter Klassizist. Er behandelte die zwar klassisch isolierte Figur noch ganz im Sinn barocker Räumlichkeit und Mehransicht. Ein kleinteiliger, provinzieller, aber oft frischer, humorvoller Naturalismus zeichnet ihn vor seinen Zeitgenossen aus. Er arbeitete wie sein Vater in Alabaster, Kalkstein und Holz. Von ihm stammen zahlreiche geschmackvolle Grabmäler in Eichstätt. Das Hauptwerk davon ist das Grabmal des Fürstbischofs Johann Anton im Dom.
|Werke ↑
u. a. Türen u. Supraporten im 1. Obergeschoß d. Eichstätter Residenz, 1791; lebensgroßer Kruzifixus (Rathaus Eichstätt); mehrere Holzbildwerke (Priesterseminar Eichstätt);
hl. Michael (
Dt. Mus. Berlin); Entwurf
z. dt. Nationaldenkmal f.
Erzhzg. Karl, 1805, Bozetto (Augsburg,
städt. Kunstslg.); Kreuzaltar d. Domes, um 1808 (jetzt
St. Walburg Eichstätt,
Haupt-W); Adam u. Eva, Alabastergruppe (
Bayer. Nat.-Mus. München,
angebl. Eugen Beauharnais u. seine Geliebte); Theseus, d. Stein
v. Grab wälzend (
Mus. Eichstätt).
Literatur ↑
O. Lochner
v. Hüttenbach, J. A. u. I. A.
B., in: Sammelbl. d.
hist. Ver. Eichstätt, 25/26, 1910 bis 1911
(reicht nur bis 1785, W, P);
A. Feulner, Münchner Barockskulptur, 1922;
ders., Die
Slg. Hofrat Röhrer, 1926;
ders., Skulptur u. Malerei d. 18.
Jh. in
Dtld., =
Hdb. d.
Kunstwiss., 1929, S. 142 f.;
ThB;
eigene Archivstud.
Portraits ↑
Selbstbildnis, Alabasterrelief in Medaillenform (Rathaus Eichstätt).
Autor ↑
Erich HerzogEmpfohlene Zitierweise ↑
Herzog, Erich, „Breitenauer, Ignaz Alexander“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
573 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd128962291.html
Breitenauer, Ignaz Alexander
Name: Breitenauer, Ignaz Alexander
Lebensdaten: 1757 bis 1838
Sterbeort: Eichstätt
Beruf/Lebensstellung: Bildhauer
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Herzog, ErichPND: 128962291