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Elisabeth von Görlitz >>
Elisabeth
Prinzessin von Hessen und bei Rhein,
* 18.6.1815 Berlin,
† 21.3.1885 Darmstadt. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Prinz Wilhelm
d. Ä. (1783-1851),
S des
Kg. Frdr. Wilh. II.
v. Preußen (
† 1797)
u. der Friederike
Prn. v. Hessen-Darmstadt (
† 1805);
M Maria Anna (1785–1846),
T des Landgrafen
Frdr. V.
Ludw. v. Hessen-Homburg (
† 1820)
u. der
Prn. Caroline
v. Hessen-Darmstadt (
† 1821);
Schw Kgn. Marie
v. Bayern (
† 1889);
⚭ 1836 Prinz Carl
v. Hessen
u. b. Rhein (1809–77); 3
S,
u. a. Ludwig (1837–92) folgt seinem
Ov Ludwig III. 1877 als
Ghzg.,
T Anna (
† 1865,
† Ghzg. Frdr. Franz II.
v. Meckl.-Schwerin,
† 1883).
Leben ↑
Elisabeth wuchs in dem noch durch die Not der Jahre 1806/15 geprägten Berlin auf, der einfache Lebensstil im Elternhaus wie am Hofe Friedrich Wilhelms III. entsprach völlig ihrer eigenen Neigung. Einer angeborenen Bescheidenheit gesellte sich als väterliches Erbteil eine nüchterne, wenn auch durchaus nicht gefühlsarme Klarheit und Beharrlichkeit, von seiten der Mutter, die zu den führenden Persönlichkeiten der Berliner Erweckungsbewegung gehörte, eine bei der Tochter freilich unromantische, biblizistische Gläubigkeit. Von Einfluß waren ihre Lehrer, Oberhofprediger G. Strauß, Johann Goßner, auch Pfarrer F. W. Arndt. Von der Mutter überkommen war ihr auch die aus Glauben, Nächstenliebe und Verantwortungsbewußtsein geborene, sehr tätige Hilfsbereitschaft für Arme, Kranke, Gefallene, für die christliche Fortbildung überhaupt. Dieses Erbe nahm Elisabeth in die neue hessische Heimat mit. Im Großherzogtum gab es 1836 kaum Ansätze der sozialen Wohltätigkeit; religiös herrschte noch die Aufklärung, kirchenpolitisch allein das Staatskirchentum. Elisabeth fand also keinen günstigen Boden, setzte sich aber allmählich durch. Eine Reihe von Wohlfahrtseinrichtungen entstanden unter ihrer Hilfe; ihr größtes Werk ist die Gründung des Diakonissenmutterhauses Elisabethenstift in Darmstadt (1858). So war ihre Tätigkeit überaus segensvoll; sie stand mit nur wenigen Helfern am
|eigentlichen Anfang aller Arbeiten der Inneren Mission und der weiblichen Diakonie in Hessen, ihre stille und unablässige Tätigkeit hat in der Folgezeit auf das kirchliche Leben Hessens indirekt vielfach wandelnd eingewirkt. Politischen Einfluß hat sie weder geübt, noch je erstrebt.
Literatur ↑
F. Bender,
E. Prn. Karl
v. Hessen
u. b. Rhein …, 1886
(P);
M. Fürstin zu Erbach-Schönberg, Entscheidende Jahre, 1921, S. 42 f.;
B. Knell, 90 J. Diakonissenhaus Elisabethenstift Darmstadt, 1948. –
Qu.: Nachlaß im Staatsarchiv Darmstadt (Ghzgl. Hess. Fam.archiv).
Portraits ↑
Kinderbildnisse auf Fam.gruppenbildern
v. C. Bardua, 1820
(im Krieg vernichtet),
Abb. bei E. Droescher, Briefwechsel d.
Prn. Wilhelm
v. Preußen … mit ihrem
B Ludw., 1904,
u. v. W. Schadow, 1822 (im
Bes. d. Prinzen Ludwig
v. Hessen
u. b. Rhein); 2
P (Darmstadt, Elisabethenstift).
Autor ↑
Ludwig ClemmEmpfohlene Zitierweise ↑
Clemm, Ludwig, „Elisabeth“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
444 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136924565.html
Elisabeth
Name: Elisabeth
Namensvariante: Elisabeth von Preußen
Lebensdaten: 1815 bis 1885
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Darmstadt
Beruf/Lebensstellung: Prinzessin von Hessen und bei Rhein
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Clemm, LudwigPND: 136924565