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<< Albert II.     Albert II. >>

Albert I. (Adalbertus, Adilpertus)

Bischof von Freising, wahrscheinlich 11.11.1184, begraben in Freising.


LebenLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Leben  
Albert, aus einem vermutlich mit ihm erlöschenden Ministerialengeschlecht des Freisinger Hochstifts aus Hartshausen (Gemeinde Zolling bei Freising), vertrat bereits als Dompropst häufig seinen Vorgänger auf dem Bischofsstuhl, Otto I. von Freising, wurde von diesem zum Nachfolger empfohlen und am 22.11.1158 in freier Wahl vom Domkapitel gewählt. Er ist der erste Ministeriale auf dem Freisinger Bischofsstuhl. Kaiser Friedrich Barbarossa sonst treu ergeben, übte er während des Schismas große Zurückhaltung. Auf dem Reichstag von Würzburg (Mai 1165) vermied er den Eid auf den Gegenpapst Paschalis III. und leistete ihn später nur unter wesentlichen Vorbehalten, während er praktisch Alexander III. weiterhin anerkannte. Tatkräftig vertrat Albert die Rechte seines Hochstifts. Vom Herzog von Österreich erlangte er weitgehende Freiheiten für die dortigen Freisinger Besitzungen; die wittelsbachischen Domvogteirechte wußte er 1164 durch genaue Festlegung einzuengen. Das älteste Freisinger Urbar stammt aus seiner Regierungszeit. Nach einem verheerenden Brande, der 1159 die Gebäude des Dombergs und der Stadt Freising einäscherte, erbaute er mit Unterstützung des Kaiserpaares den (später barock umgestalteten) Freisinger Dom als dreischiffige Pfeilerbasilika mit Flachdecke, der alsbald für andere Kirchen Vorbild wurde (Stiftskirchen in Isen und Ilmmünster). Die von ihm erweiterte Domkrypta ist die größte Deutschlands. Unter den sonstigen von Albert geförderten Kirchenbauten ragt St. Kastulus in Moosburg/Isar hervor. Albert wurde als Seliger verehrt.

Literatur  
C. Meichelbeck, Hist. Frisingensis I, Augsburg 1724; Sammelbl. d. Hist. Ver. Freising I ff., 1894 ff.; Th. Bitterauf, Die Traditionen d. Hochstifts Freising II, 1909: Hauck IV, S. 259 u. ö.; E. Abele, Der Dom zu Freising, 1919; Wiss. Festgabe z. zwölfhundertjähr. Jubiläum d. hl. Korbinian, hrsg. v. J. Schlecht, 1924; S. Riezler, Gesch. Baierns I, 2, 21927; J. Engel. Das Schisma Barbarossas im Bistum Freising, 1930 (weitere L); P. Dirr, Grundlagen d. Münchner Stadtgesch., 1937, S. 38 ff., 105 u. ö.; J. Bärmann, Die Verfassungsgesch. Münchens im MA, 1938, S. 117 ff. u. ö.; H. Strzewitzek, Die Sippenbeziehungen d. Freisinger Bischöfe im MA, 1938, S. 177 u. ö. (weitere L); J. Staber, Eine unbek. Gesch. quelle d. 12. Jh.s, Diss. München 1942 (ungedr.).

Portraits  
Skulptur am roman. Domportal in Freising (neben Friedr. Barbarossa); im Tympanon d. Portals v. St. Kastulus, Moosburg.

Autor  
Kurt Becher
Empfohlene Zitierweise  

Becher, Kurt, „Albert I.“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 127 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd133273199.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 127
Erwähnungen: 
NDB 22 (2005), S. 274 in Artikel Rupert, Abt von Tegernsee

PND: 133273199
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Index

Albert I.

Name: Albert I.
Namensvariante: Adalbertus
Namensvariante: Adilpertus
Lebensdaten: erwähnt 1158, gestorben vermutlich 1184
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Freising
Konfession: katholisch
Autor NDB: Becher, Kurt
PND: 133273199

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Albert I.

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