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Anna >>
Anna
Kurfürstin von Brandenburg,
* 3.7.1576 Königsberg,
† 9./10.4.1625 Berlin, beigesetzt 3.4.1626 Dom zu Königsberg. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Herzog Albrecht Friedrich von Preußen;
M Marie Eleonore von Jülich Kleve;
⚭ Königsberg 30.10.1594 Johann Sigismund, Markgraf, seit 1608 Kurfürst von Brandenburg;
K Georg Wilhelm (
⚭ Elisabeth Charlotte von der Pfalz), Joachim Sigismund, Anna Sophia (
⚭ Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig), Marie Eleonore (
⚭ König Gustav Adolf von Schweden), Katharina (
⚭ 1) Fürst Bethlen Gabor von Siebenbürgen, 2) Herzog Franz Carl von Sachsen-Lauenburg).
Leben ↑
Als Erbin der Herzogtümer Preußen und Jülich-Kleve brachte Anna dem Kurhause Brandenburg reichen territorialen Gewinn zu. An Klugheit und Weitblick Johann Sigismund überragend, verfocht sie persönlich ihre Ansprüche in dem 1609 einsetzenden Jülich-klevischen Erbfolgestreit. Sie arbeitete Pläne für die Teilung der Lande aus und verhandelte mehrfach mit dem jungen Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, einer kriegerischen Auseinandersetzung widerratend. Während der Jüterboger Tagung 1611 reichten ihr die Räte die Gutachten ein, auch fertigte sie 1612 einen eigenen Gesandten an Kaiser Matthias ab, zwecks Wahrung ihrer Ansprüche. Nach Übertritt des Kurfürsten zum Kalvinismus blieb Anna die Schützerin der lutherischen Bevölkerung der Mark und insbesondere Preußens, dessen Stände sich mit Protesten und Eingaben an die Kurfürstin wandten. Anna vertrat auch weitgehend den Kurfürsten im Behinderungsfalle.
Literatur ↑
F. Bornhak, Die Fürstinnen auf d. Thron d.
Hohenzollern in Brandenburg-Preußen, 1889
(P);
M. Ritter,
Dt. Gesch. im Zeitalter d. Gegenreformation u. d. dreißigjähr. Krieges, 1895;
A. Chroust, Aktenstücke
z. brandenburg. Gesch. unter Kurfürst
Joh. Sigismund, in:
FBPG 9, 1896;
P. Pomtow, Gustaf Adolf u. Kurbrandenburg im dreißigjähr. Kriege, in:
Jberr. d.
hist. Ver. Brandenburg, 1896;
M. Toeppen, Der
preuß. Landtag während der Regentschaft d.
brandenburg. Kurfürsten
Joh. Sigismund, in: Altpreuß.
Mschr. 34, 1897;
O. Kolshorn, Der Plan einer Vermählung d.
Pfalzgf. Wolfgang
Wilh. v. Pfalz-Neuburg u. d. Tochter d. Kurfürsten
Joh. Sigismund
v. Brandenburg, Markgfn. Anna Sophia, 1914;
O. Hintze, Die
Hohenzollern u. ihr Werk, 1916;
ders., Kalvinismus u. Staatsraison in Brandenburg
z. Beginn d. 17. Jh.s, in:
HZ 144/2, 1931;
T. Saring, Kurfürstin
A. (
v. Preußen), in
FBPG 53/2, 1941. –
Qu.: Akten d.
Geh. Staatsarchivs u. Brandenburg-
preuß. Hausarchivs.
Autor ↑
Toni SaringEmpfohlene Zitierweise ↑
Saring, Toni, „Anna“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
300
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104182601.html
Anna
Name: Anna
Namensvariante: Anna von Preußen
Lebensdaten: 1576 bis 1625
Geburtsort: Königsberg
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Kurfürstin von Brandenburg
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Saring, ToniPND: 104182601