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Braun, Johann Karl Ludwig >>
Braun, Johann Carl
katholischer Theologe und Journalist,
* 20.7.1820 Gebweiler (Elsaß),
† 24.6.1877 Einsiedeln (Schweiz), begraben Gebweiler.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Franz Xaver, Gerber aus Masmünster;
M Elisabeth Sommoreisen aus Rufach.
Leben ↑
Nach dem Besuch des Seminars in Straßburg wurde Braun dort 1846 zum Priester geweiht und zur Seelsorge der deutschsprachigen Katholiken nach Paris gesandt, die er dauerhaft organisierte. Nach der Rückkehr baute er die erste wirksame katholische Zeitung im Elsaß „Katholischer Volksfreund“ (Gebweiler 1848–56, in 10 Bänden erschienen) auf: mit gewandter Feder geschrieben, in volkstümlicher Sprache, voll weitgespannter, namentlich sozialer Anliegen, zügig, solange der Kampf gegen den Sozialismus nicht durch die veränderte politische Lage im Elsaß überholt war. Er hatte ausgesprochen praktischen, karitativen Sinn (Kleinkinderschule, Waisenhaus) und förderte wesentlich die katholischen Schulen Gebweilers. Bewußt die deutsche Kultur des Elsaß vertretend, nahm er nach 1870 der deutschen Verwaltung gegenüber eine kritische Stellung ein und wurde deshalb zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Er floh aber vorher nach Paris (1874). Sein Begräbnis wurde eine triumphale Heimkehr. Seine Gedichte sind meist heimatliche und religiöse Volkslieder, einige Dialektdichtungen.
Werke ↑
Notice sur l'église chapitrale, aujourd'hui paroisialle de Guebwiller, Gebweiler 1843; Hausbuch des
kath. Volksfreundes f. Warnung u. Be
|lehrung, ebenda 1862,
31877; Légende du Florival ou la mythologie allemande dans une vallée d'Alsace, ebenda 1866; Das Bölchenglöckchen. Elsäss. Liederbuch, ebenda 1868,
31875. -
Aufsätze in: Journal de Guebwiller, Volksfreund (Straßburg), Volksbote (Rixheim). -
Hrsg.: Lorenz Roos, Rosensträuße, Gebweiler 1874.
Literatur ↑
E. Cl. Scherer, C.
B., Ein Priesterleben im Dienste der Jugend u. Heimat, 1927,
21929 (mit Proben aus Hausbuch u. Bölchenlieder;
P v. M. Waeldin);
LThK;
Enc. Catt. III.
Autor ↑
Wolfgang MüllerEmpfohlene Zitierweise ↑
Müller, Wolfgang, „Braun, Johann Carl“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
551 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135558026.html
Braun, Carl
Name: Braun, Carl
Namensvariante: Braun, Johann Carl
Lebensdaten: 1820 bis 1877
Geburtsort: Gebweiler (Elsaß)
Sterbeort: Einsiedeln (Schweiz)
Beruf/Lebensstellung: katholischer Journalist; katholischer Theologe
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Müller, WolfgangPND: 135558026