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Brandt, Christoph Jobst von >>
Brandt, Andreas Heinrich Carl
Zoologe,
* 23.5.1854 Magdeburg,
† 7.1.1931 Kiel. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Albert, Apotheker in Schönebeck bei Magdeburg;
M Marie Möller;
⚭ Olga Milly Maria
Math. Behnke (1865–1936); 4
S, 2
T.
Leben ↑
Nach dem Studium der Naturwissenschaften in Berlin wurde Brandt 1877 in Halle promoviert. 1878-82 war er unter Du Bois-Reymond als Assistent im Physiologischen Institut in Berlin tätig und 1882-85 an der Zoologischen Station in Neapel. 1885 habilitierte er sich bei Karl Chun in Königsberg und nahm als Nachfolger von Karl Möbius 1888 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Zoologie in Kiel an, den er bis zu seiner Emeritierung 1922 innehatte. Brandt gehört durch seine Arbeiten über den Stoffwechsel im Meere zu den bedeutendsten Meeresforschern. Er führte die Gedanken seines Kieler Kollegen Viktor Hensen, des Begründers der quantitativen Planktonforschung, in physiologisch-chemischer Richtung weiter, übertrug die Liebigsche Lehre von den Minimumstoffen auf das Meer und konnte die Rolle der gelösten Stickstoff- und Phosphorverbindungen für das Leben im Meere nachweisen. Als Teilnehmer an der Planktonexpedition (1889) entwickelte er neue Vorstellungen über Anpassungserscheinungen und Art der Verbreitung von Hochseetieren. In der reinen Zoologie befaßte er sich mit morphologischen und systematischen Arbeiten über Radiolarien und Tintinnen. - Mitglied der Preußischen Wissenschaftlichen Kommission zur Untersuchung der Deutschen Meere (seit 1924 Vorsitzender), sowie der Deutschen Kommission für Meeresforschung.
Werke ↑
u. a. Die koloniebildenden Radiolarien, Fauna u. Flora d. Golfs
v. Neapel, 1885; Üb. d. Stoffwechsel im Meere, in:
Wiss. Meeresunterss.,
Abt. Kiel,
NF 4, 1899, 6, 1902, 18, 1916/20; Die Tintinnodeen d. Plankton-Expedition, in: Ergebnisse d.
|Plankton-Exp., 1906/07;
Mithrsg.: Nord. Plankton, 1908 ff. (mit C. Apstein).
Literatur ↑
J. Reibisch, in:
Wiss. Meeresunterss.,
Abt. Kiel,
NF 21, 1928-33
(P).Autor ↑
Johannes KreyEmpfohlene Zitierweise ↑
Krey, Johannes, „Brandt, Andreas Heinrich Carl“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
532 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116406151.html
Brandt, Carl
Name: Brandt, Carl
Namensvariante: Brandt, Andreas Heinrich Carl
Lebensdaten: 1854 bis 1931
Geburtsort: Magdeburg
Sterbeort: Kiel
Beruf/Lebensstellung: Zoologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Krey, JohannesPND: 116406151