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Brandl, Johann
Brandmüller, Gregorius
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Brandl, Johann
Theaterkapellmeister und Komponist, * 30.10.1835 Kirchenbirk (Böhmen), † 9.6.1913 Wien. (katholisch)
Genealogie
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Leben
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Werke
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Literatur
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Autor
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Zitierweise
Genealogie
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V Wenzel (1795–1863), Tabaktrafikant und Tischlermeister;
M Theresia Zöllner (Zilner) (1799–1875):
⚭ Baden bei Wien 1861
Magd. Gubig (1829–79).
Leben
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Frühzeitig in Gesang, Klavier, Orgel, Violine und Komposition unterwiesen, kam Brandl 1853 nach Wien, wo er bei J. Dont studierte. Er wirkte als Theaterkapellmeister 1855-65 in Ödenburg und Baden bei Wien, außerdem 1859, 1861 in Preßburg, 1865/66 am Theater in der Josefstadt und 1867-86 und 1889 am Carltheater in Wien, wo er die Offenbach-, Lecocq- und Strauß-Premieren leitete und dessen Direktionskomitee er 1882 angehörte. Dann lebte Brandl als Kapellmeister der N. Rothschildschen Kammerkapelle. Als Operettenkomponist zählt er zu den wenigen der Frühzeit neben F.
v. Suppé und J. Strauß. Echte Coupletmelodik und große Instrumentationskunst werden Brandl nachgerühmt. Überlebt hat ihn allerdings nur „Des Löwen Erwachen", das auch auf Hofbühnen erschien. Vielverbreitet und bis 1932 gedruckt war das Lied „Der alte Stephansturm“ aus „Der liebe Augustin“. Als Gesangslehrer entdeckte Brandl die spätere Hofopernsängerin A. Schlaeger.
Werke
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16 Operetten (1863–91), 60 selbständ. Bühnenmusiken (1865–98),
ca. 50 Einlagestücke
u. a. z. Operetten
v. Lecocq, Offenbach, Caedés, Costé, Dellinger (1871–85), 4 Lieder, 4 Männerchöre, Instrumentale Tanzmusik selbständig u. nach Motiven
v. Bühnenwerken,
Bearb. v. K. Zellers nachgelassener Operette „Der Kellermeister“ (1901) u. F.
v. Suppés Operetten-Ouvertüre „Franz Schubert“. -
W-Verz. bei: F. Pazdirek, Universal-
Hdb. d. Musiklit. aller Zeiten u. Völker, T. 1,
Bd. B, Wien
o. J., S. 1069 f.; A. Hofmeister,
Verz. sämtl. … in
Dtld. u. d. angrenzenden Ländern
gedr. Musikalien, 1860 ff.;
genaues Verz. b. Verf.
Literatur
↑
L. Rosner, 50 J. Carl-Theater, Wien 1897;
O. Keller, Die Operette, Leipzig-Wien-New York 1926
(P);
F. Hadamowsky - H. Otte, Die Wiener Operette, Wien 1947;
A. Bauer, 150 J. Theater a. d. Wien, ebenda 1952;
Dt. Bühnenalm.,
Jg. 21, 1857 ff.;
Jb. d.
k. k. priv. Carl-Theaters, Wien 1881 ff.;
Neuer Theateralm.,
Jg. 4, 1897;
Riemann;
eigene Archivstud.
Autor
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Erich Schenk
Empfohlene Zitierweise
↑
Schenk, Erich, „Brandl, Johann“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 528 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd124723659.html
Brandl, Johann
Name: Brandl, Johann
Lebensdaten: 1835 bis 1913
Geburtsort: Kirchenbirk (Böhmen)
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Musiker; Theaterkapellmeister; Komponist
Konfession: katholisch
Autor NDB: Schenk, ErichGND: 124723659