<< Brandenberg
Brandenburg, Arnold Otto Erich >>
Brandenberg, Johannes
Maler,
* 20.5.1661 Zug (Schweiz),
† 26.9.1729 Zug (Schweiz). (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Thomas (1620–88), Maler;
M M. Gretener;
⚭ 1683 Katholisches Kloter;
S Karl, Michael, beide Künstler.
Leben ↑
Brandenberg erhielt den ersten Malunterricht bei seinem Vater. Seine eigentliche künstlerische Ausbildung verdankte er indessen einem längern Italienaufenthalt (1680
u. a. in Mantua); nach seiner Rückkehr ließ er sich dauernd in seiner Vaterstadt nieder. Die Werke Brandenbergs befinden sich zur Hauptsache in der Innerschweiz. Neben seinen religiösen Bildern - namentlich Altarblätter und Deckenmalereien - sind auch einige gute Bildnisse von seiner Hand erhalten. Während die frühen Deckenbilder in der Einsiedler Beichtkirche (1683/84) noch in traditioneller Weise bildmäßig aufgefaßt sind, zeigen spätere Werke wie das große Deckengemälde im Fürstensaal und die Malereien in der Abtkapelle in Einsiedeln (1718) sowie die Fassadendekoration am Brandenberghaus in Zug (1710) Formenreichtum, schwungvolle Bewegtheit und perspektivische Verkürzun
|gen im Sinne hochbarocker Illusionsmalerei. Brandenberg gehört, obschon sein Werk gewisse Qualitätsunterschiede zeigt, zu den besten Barockmalern der Schweiz.
Literatur ↑
H. A. Keiser, Meister J.
B. u. s. Schüler, in: Zuger Neujahrsbl., 1907, S. 3-15;
L. Birchler, Die Kunstdenkmäler d.
Kt. Schwyz I, Basel 1927;
ders., Die Kunstdenkmäler d.
Kt. Zug II, ebenda 1935,
bes. S. 304 ff.;
SKL;
ThB.
Autor ↑
Alfred A. SchmidEmpfohlene Zitierweise ↑
Schmid, Alfred A., „Brandenberg, Johannes“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
516 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11851430X.html