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<< Lupold     Luppe, Hermann >>

Lupold von Weiltingen

Domherr, dann Zisterzienser, * wohl Weiltingen bei Dinkelsbühl, nach 4.8.1323 Heilsbronn bei Ansbach.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Aus Reichsministerialenfamilie; V Lupold, Reichsküchenmeister.

Leben  
Seit 1285 im Dienste Kg. Rudolfs von Habsburg stehend, erscheint L., der stets den Titel Magister führt, als dessen Kaplan und Rat; möglicherweise erhielt er durch Erste Bitten des Königs ein Kanonikat in Würzburg, wo er seit Jan. 1290 als Domherr, Propst des Stiftes Haug und Archidiakon, seit 1293 auch als bischöfl. Offizial (geistlicher Richter) bezeugt ist. Durch den plötzlichen Tod eines geistlichen Mitbruders erschüttert, trat er 1297 in die Zisterzienserabtei Heilsbronn ein, wohin er seine bedeutende Sammlung juristischer, kanonistischer und anderer Bücher, auch seine sonstigen beträchtlichen Vermögenswerte mitbrachte. Danach ist er als enger Vertrauter mit Kg. Albrecht I., in Freundschaft mit dem Eichstätter Bischof Philipp v. Rathsamhausen verbunden und wird in weitem Umkreis als Schiedsrichter erbeten. Heilsbronner Klosterüberlieferung hat die Geschichte seiner Umkehr zu einer frommen Sage mit einer Gerichtsvision umgestaltet, die in einem mehrfach bearbeiteten Wunderanhang zur Katharinenlegende ihren schriftlichen Niederschlag fand.

Literatur  
A. F. Pfeiffer, Beyträge z. Kenntniß alter Bücher u. Hss. III, 1786, S. 564 f.; A. Amrhein, Reih enfolge d. Mitglieder d. adeligen Domstiftes zu Wirzburg, in: Archiv d. Hist. Ver. v. Unterfranken 32, 1889, S. 158 f., Nr. 502; O. Redlich, Rudolf v. Habsburg, 1903, S. 695, 754; M. Wieland, Fr. Lupoldus v. Wiltingen S.O.C., in? Cistercienser-Chronik 22, 1910, S. 257-59; Kat. d. Hss. d. Univ.-Bibl. Erlangen I: H. Fischer, Die lat. Pergamenthss., 1928, S. 486, 494 f.; A. Bauch, Das theol.-aszet. Schrifttum d. Eichstätter Bischofs Philipp v. Rathsamhausen (1306–1322), 1948, S. 21 f.; G. Eis, Lûpold v. Wîltingen, Eine Studie z. Wunderanhang d. Katharinenlegende, in: Festschr. f. Wolfg. Stammler, 1953, S. 78-91; ders., in: Vf.-Lex. d. MA V, Sp. 641 f.; A. Wendehorst, Die Würzburger Formularbücher d. 13. u. 14. Jh., in: Würzburger Diözesangesch.bll. 16/17, 1955, bes. S. 183 f.

Autor  
Alfred Wendehorst
Empfohlene Zitierweise  

Wendehorst, Alfred, „Lupold von Weiltingen“, in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 526 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137959559.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 15 (1987), S. 526

PND: 137959559
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Index

Lupold von Weiltingen

Name: Lupold von Weiltingen
Namensvariante: Lupold
Lebensdaten: erwähnt 1285, gestorben 1323
Sterbeort: Heilsbronn bei Ansbach
Beruf/Lebensstellung: Domherr; Zisterzienser in Heilsbronn
Konfession: katholisch
Autor NDB: Wendehorst, Alfred
PND: 137959559

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Lupold von Weiltingen

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137959559

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