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Ludolf von Bülow
Bischof von Schwerin (seit 1331),
† 23.4.1339 Warin bei Wismar,
⚰ Schwerin, Dom.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus
Adelsgeschl. in Mecklenburg (s.
NDB II);
V Heinrich IV., Ritter;
M Elisabeth
N. N.;
Ov Gottfried I. (
† 1314), seit 1292 Bischof
v. Schwerin;
B Heinrich I. (
† 1347), seit 1339 Bischof
v. Schwerin;
N Friedrich II. (
† 1375), seit 1366 Bischof
v. Schwerin.
Leben ↑
Über Jugend, Studium und Priesterweihe
L.s liegen keine Nachrichten vor. 1298 ist er als Domherr in Schwerin bezeugt. Als langjähriger Archidiakon von Tribsee wurde er um 1300 in Streitigkeiten wegen des Bistumsbesitzes auf der Insel Rügen hineingezogen, den
pomm. und
meckl. Fürsten beanspruchten. 1327 drängte er auf die Anerkennung seines Bruders Heinrich als Pfarrer von Stralsund. Nach dem Tode des Bischofs Johannes II. 1331 wurde er vom Domkapitel zum Nachfolger gewählt und am 11. August von Erzbischof Burchard Grelle zum Bischof geweiht und zwar in Bremen, da der Bau des Schweriner Domes noch nicht abgeschlossen war. Mitkonsekratoren waren die Bischöfe Hinrich von Lübeck und Marquard von Ratzeburg. Wegen der finanziellen Notlage des Bistums übernahm
L. die Unkosten für seine Weihe und Inthronisation.
In der kurzen Regierungszeit bemühte er sich, die Schulden seiner Vorgänger abzutragen, vermehrte sie aber andererseits durch Verpfändungen kirchlichen Besitzes an seine Verwandten. Hervorzuheben sind
L.s Fürsorge für die Marienkirche in Rostock und den Dom in Lübeck, für den er mit seinen Brüdern eine Präbende stiftete, sein Einsatz für die Erhaltung des Stiftslandes Bützow sowie seine Teilnahme an dem am 11.1.1338 unterzeichneten Landfrieden zwischen den Herzögen von Pommern, den Fürsten von Mecklenburg, den Grafen von Schwerin und mehreren Städten. Die Familie
v. Bülow ehrte ihn und seinen Nachfolger Bischof Heinrich I. im Dom zu Schwerin durch eine Grabplatte in Messingschnitt; sie zeigt beide in Meßgewändern mit Mitra, Stab und der zum Segnen erhobenen Rechten.
Literatur ↑
F. Schlie, Die Kunst- u. Gesch.denkmäler d.
Ghzgt. Mecklenburg-Schwerin II,
21900, S. 547 f., 562 ff.;
A.
v. Bülow, Bülowsches Fam.buch 1, 1911;
K. Schmaltz,
KG Mecklenburgs I, 1935, S. 136, 172;
Dict. Hist. et Géogr. Ecclésiastiques X,
Sp. 1213;
K. Wriedt, Die kanon. Prozesse um d. Ansprüche Mecklenburgs u. Pommerns auf d. Rügische Erbe 1326-1348, 1963;
J. Traeger, Die Bischöfe d.
ma. Bistums Schwerin, 1984, S. 14, 72-77, 79, 101, 264, Grabplatte Tafel 9.
Autor ↑
Bernhard StasiewskiEmpfohlene Zitierweise ↑
Stasiewski, Bernhard, „Ludolf von Bülow“,
in: Neue Deutsche Biographie
15
(1987), S.
300
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137956207.html
Ludolf von Bülow
Name: Ludolf von Bülow
Namensvariante: Bülow, Ludolf von
Lebensdaten: erwähnt 1298, gestorben 1339
Sterbeort: Warin bei Wismar
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Schwerin
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Stasiewski, BernhardPND: 137956207